| 27.11.2006 |
| Schlammvulkan treibt Einheimische auf Java weiter in die Flucht |
| Der seit Monaten brodelnde Schlammvulkan auf der indonesischen Insel Java ist weiterhin aktiv und hat inzwischen mehr als 12.000 Menschen in die Flucht getrieben. Ganze Dörfer und zahlreiche Industrieanlagen sind von den übel riechenden aber nicht gesundheitsgefährlichen Schlammfluten bedeckt. Täglich quellen mehr als 130.000 m3 Schlamm aus dem Erdinneren und haben bereits mehrere Sperranlagen und Auffangbecken überflutet. Über einen Kanal werden nun große Mengen der Schlammmassen in den nahe gelegenen Fluss Porong geleitet. Noch scheiterten alle Bemühungen, den Ausfluss zu stoppen. Auslöser der dauerhaften Schlammeruption war eine Probebohrung auf der Suche nach Erdgas im Mai 2006, bei der das unterirdische Schlammreservoir in 3.000 Metern Tiefe getroffen worden war. |