| 30.08.2010 |
| Pakistan: Erneut Hunderttausende auf der Flucht vor Hochwasser |
| Die Flutkatastrophe in Pakistan nimmt einfach kein Ende. Ganz im Gegenteil. Nach einem Dammbruch im Süden des Landes mussten Hunderttausende Menschen aus der Stadt Sujawal in der Provinz Sindh in aller Eile in Sicherheit gebracht werden. Berichte über mögliche Opfer in Zusammenhang mit der anschließenden Überschwemmung des Stadtgebiets lagen zunächst nicht vor. Die ebenfalls von den Wassermassen bedrohte historische Stadt Thatta dagegen ist vermutlich außer Gefahr. Den Behörden gelang es, in kürzester Zeit einen Deich zu errichten, und damit ein Vordringen der Fluten nach Thatta zu verhindern. Auch in den anderen von den Überschwemmungen betroffenen Regionen Pakistans bleibt die Lage weiter äußerst angespannt. Noch immer warten Hunderttausende pakistanische Familien auf Hilfe. „Die medizinische Versorgung reicht bisher vorne und hinten nicht“, nennt Roland Hansen, Leiter Asienabteilung der Malteser, eines der dringendsten aktuellen Probleme. Seit Beginn der Naturkatastrophe starben nach Behördenangaben über 1.600 Menschen, rund 20 Millionen sind direkt oder indirekt vom Hochwasser betroffen. |
| (DLO) |