| 16.08.2010 |
| Pakistan: 20 Millionen Menschen leiden unter Flutkatastrophe |
| Die Behörden in Pakistan haben neue Zahlen zu den Folgen der verheerenden Überschwemmungen im Land vorgelegt. Danach ist das Ausmaß der Katastrophe noch deutlich größer als bisher angenommen. Wie die Katastrophenschutzbehörde (NDMA) mitteilte, starben bisher offiziell 1.392 Menschen bei der Flut, fast 2.000 wurden – zum Teil schwer – verletzt. Die Wassermassen zerstörten oder beschädigten zudem rund 900.000 Gebäude. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon schilderte die Situation nach einem Besuch in der Krisenregion in der Tagesschau so: „Ich werde dieses Leid, diese Zerstörung nie vergessen, die ich heute gesehen habe. Ich habe immer wieder Zerstörung und Naturkatastrophen auf der ganzen Welt gesehen, aber so etwas wie hier habe ich noch nicht erlebt. So viele Menschen, die nichts mehr haben und alles brauchen. Jeder zehnte Pakistaner ist betroffen von dieser Flut, insgesamt 20 Millionen Menschen. Ein Fünftel des Landes steht unter Wasser.“
Vielerorts warten die Betroffenen noch immer auf Hilfe, denn die Verteilung von Zelten, Nahrungsmitteln, Medikamenten oder Trinkwasser erfolgt nur schleppend. „Menschen hungern, haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Ernte ist verloren, Lebensmittel werden knapp und teuer, die Menschen haben ihr Einkommen verloren. Die Monsunzeit mit weiteren starken Regelfällen ist noch lange nicht zu Ende. Wir müssen sofort und auch langfristig helfen", so der Vorsitzende von CARE Deutschland-Luxemburg, Heribert Scharrenbroich. Er bat wie Vertreter anderer Hilfsorganisationen um weitere Spenden für die „verzweifelten Menschen in Pakistan“. |
| (DLO) |