| 07.06.2010 |
| Golf von Mexiko: Kleine Erfolge im Kampf gegen die Ölpest |
| Experten des Öl-Konzerns BP ist es im Golf von Mexiko gelungen, einen Deckel über das Ölleck in 1.600 Meter zu installieren und größere Teile des ausströmenden Öls auf Schiffe abzupumpen. Trotz dieses Hoffnungsschimmers fließen weiterhin Hunderttausende Liter Öl täglich ungehindert ins Meer. Deshalb ist die Lage vor Ort immer noch dramatisch. Mittlerweile hat die Ölpest auch die Küsten Floridas erreicht, wo unzählige Teerklumpen gefunden wurden. Darüberhinaus sind in den letzten Tagen und Wochen hunderte ölverschmierte Tiere – darunter Pelikane, Delfine und Meeresschildkröten – gefunden worden, von denen zumindest ein Teil durch den unermüdlichen Einsatz von Naturschützern und anderen Helfern gesäubert und gerettet werden konnten. Insgesamt sind in den bisher vier betroffenen U.S.-Bundesstaaten weit über zehntausend Menschen im Einsatz beim Kampf gegen die Ölpest. Eine schnelle Entwarnung ist dabei nicht in Sicht. Experten gehen davon aus, dass es noch viele Monate dauern wird, bis der Öleinfluss ins Meer endgültig gestoppt ist und alle Umweltschäden beseitigt sind. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko dauert mittlerweile mehr als sechs Wochen. Am 20. April hatte es auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ zunächst eine Explosion und einen Brand gegeben. Zwei Tage später versank die Plattform schließlich im Meer - seitdem fließt unaufhörlich Öl ins Wasser. |
| (DLO) |