| 24.05.2010 |
| Ölpest zerstört Louisianas Küste |
| Größere Teile des Ölteppichs im Golf von Mexiko – haben allen Barrieren zum Trotz – endgültig die Küsten Louisianas und der vorgelagerten Inseln erreicht. Berichten zufolge sind mittlerweile rund 110 Kilometer empfindlichen Marschlandes in Mitleidenschaft gezogen. Umweltschützer haben dort zahlreiche ölverseuchte Tiere gefunden. Unterdessen hat die U.S. Environmental Protection Agency (EPA) BP die weitere Nutzung der bisherigen Chemikalien zum Auflösen des im und auf dem Wasser treibenden Öls untersagt und den Einsatz weniger umweltschädlicher Mittel gefordert. Zahlreiche Helfer beim Kampf gegen die Ölpest hatten zudem über Gesundheitsbeschwerden wie Husten, Schwindel oder Kopfschmerzen geklagt. Beim Schließen der Lecks in 1.600 Meter Tiefe ist BP in den letzten Tagen ebenfalls nicht weiter vorangekommen. Nur ein Teil des ausströmenden Öls kann derzeit mit einem Absaugrohr abgepumpt werden, der Rest – offenbar mehr als das Unternehmen bisher zugegeben hat – fließt noch immer ungehindert ins Wasser. In den nächsten Tagen soll nun ein neuer Versuch unternommen werden zumindest eines der Lecks zu schließen. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko dauert mittlerweile bereits mehr als vier Wochen. Am 20. April hatte es auf der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ zunächst eine Explosion und einen Brand gegeben. Zwei Tage später versank die Plattform schließlich - seitdem sprudelt Öl ins Meer. |
| (DLO) |