| 10.05.2010 |
| Rückschlag beim Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko |
| Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko geht ungehindert weiter. Am Wochenende schlug der Versuch eine 100 Tonnen schwere und 13 Meter hohe Stahlkuppel über dem Leck in 1.500 Meter Tiefe zu installieren fehl. Die überdimensionale Glocke musste einige hundert Meter neben der sprudelnden Ölquelle abgesetzt werden, da sich in der Metallkonstruktion beim Absenken größere Mengen an Methanhydrat gebildet hatten. Folge: Das aufgefangene Öl kann nicht abgepumpt werden und die Kuppel erhält zu viel Auftrieb. Experten von BP suchen nun händeringend nach einer Lösung für das Problem. Viele Wissenschaftler und Ingenieure befürchten aber bereits, dass der Ölaustritt – täglich strömen noch immer rund 800.000 Liter ins Wasser – noch Monate weiter gehen könnte. Es ist deshalb wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es zu einer Umweltkatastrophe ungeahnten Ausmaßes an der U.S.-Südküste kommt. |
| (DLO) |