| 18.07.2003 |
| Wollige Napfschildlaus breitet sich weiter aus |
| Die Wollige Napfschildlaus breitet sich weiter in Deutschland aus. Seit ihrem ersten Auftreten 1989 in Köln/Bonn hat sie im Süden München, im Norden Kiel und im Osten Berlin erreicht. Diese nur einen halben Zentimeter große Schildlaus kann Äste und Baumstämme mit ihrer weißen, wachsartigen Wolle völlig überziehen und dadurch unansehnlich machen. Durch die Wollige Napfschildlaus sterben die Bäume nicht ab. Auf dem zuckerhaltigen Kot wachsen jedoch Russtaupilze, die die Blattoberfläche schwarz verfärben und kaum Sonnenlicht durchlassen, so dass die Bäume nicht gut gedeihen. Die Blätter fallen aber nicht ab.
Von einer chemischen Bekämpfung rät die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) in Braunschweig generell ab. Große Bäume könnten im innerstädtischen Bereich unmöglich mit Insektenbekämpfungsmitteln behandelt werden. Zwar gibt es Parasiten und Räuber, die die Wollige Napfschildlaus fressen, aber zurzeit können diese die neue Schildlaus nicht unter Kontrolle halten. |