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Samstag, 22.09.2018
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Staub und Schadstoffe in der Stadtluft

Wenn die „Rush-Hour" ihre Spuren hinterläßt...

Nicht nur die Berliner Luft hat ihren „ganz besonderen Duft", in den anderen Großstädten „riecht" es nicht viel anders: Rund siebenmal mehr Staub und bis zu 200 mal mehr Schadstoffe als seine Mitmenschen auf dem Land atmet der durchschnittliche Stadtbewohner ein. Bis zu 12000 Staubteilchen pro Kubikmeter wurden in dicht bebauten Innenstadtbereichen gemessen. Besonders belastend sind dabei die kleinsten dieser Staubteilchen: Mit einer Größe von nur einem hundertausendstel Millimeter bleiben sie lange in der Luft schweben und werden deshalb häufiger eingeatmet. In den Lungen von Menschen und Tieren reichern sie sich an und behindern den Gasaustausch zwischen Atemluft und Blut.

Für drei Viertel der Stäube und Schadstoffe in der Stadtluft sind Autoverkehr und Industrie verantwortlich, das restliche Viertel kommt aus den Schornsteinen der Wohn- und Bürogebäude.

Deutlich wird dies auch an den Tages und Jahreschwankungen der Staub- und Schadstoffdichten in der Stadtluft: Typischerweise ist die Belastung morgens gegen acht Uhr und abends zwischen sechs und acht Uhr am höchsten - der Berufsverkehr hinterläßt auch in der Luft seine Spuren. Nachts und an Regentagen sind die Werte etwas niedriger. Im Winter sorgen die Wohnraumheizungen für erhöhte Staub- und Schadstoffwerte.

Innerhalb der Stadt sind Staub und Abgase nicht nur je nach Bebauungs- und Verkehrsdichte unterschiedlich verteilt, ihre Konzentration variiert auch mit der Höhe über dem Boden.

In rund zwei Metern Höhe über dem Boden - also etwa in Kopfhöhe - erreicht die Staubkonzentration ein erstes Maximum, Staub und Ruß aus Autoabgasen sammelt sich hier. In Höhe der Hausdächer konzentrieren sich die Stäube und Schadstoffe aus den Hausschornsteinen, und noch höher, in etwa 50 Metern Höhe, schwebt der Ausstoß von Industrie und Kraftwerken. Unter normalen Bedingungen verteilen sich die Schwebstoffe bis in 200 Meter Höhe und verhindern damit eine Anreicherung in den unteren Luftschichten. Wenn jedoch, wie häufig im Hochsommer, eine Inversionswetterlage den Staub und die Abgase am Aufsteigen hindert, bleiben die schädlichen Schwebstoffe in der Stadtluft gefangen. In der unter dieser „Dunstglocke" liegenden Stadt überschreiten die Schadstoffkonzentrationen dann häufig die Grenzwerte, Smogalarm wird ausgelöst.

Stand: 06.10.2001
 
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