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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Verkehr, Lärm und Abgase, auch der versiegelte und verseuchte Boden und der ständige Wandel machen den städtischen Ballungsraum zu einem "harten Pflaster" für Tiere und Pflanzen.


  • Städte sind Wärmeinseln. In ihnen liegen die Temperaturen sowohl im Winter als auch im Sommer mehrere Grad höher als im Umland. Ursache ist die höhere Wärmespeicherung durch Asphalt und Beton.


  • Nicht nur die Temperaturen, auch andere Klimaparameter - Regen, Sonne und Wind - sind anders in der Stadt: Im Durchschnitt regnet es im Stadtinneren fünf bis zehnmal mehr als im Umland und die Sonnenscheindauer liegt um 15 bis 20 Prozent niedriger.


  • Der durchschnittliche Stadtbewohner atmet rund siebenmal mehr Staub und bis zu 200 mal mehr Schadstoffe als seine Mitmenschen auf dem Land ein. Hauptverursacher sind Autoverkehr und Industrie ein kleinerer Teil stammt aus den Schornsteinen der Wohn- und Bürogebäude.


  • Schon ein einzelner Straßenbaum kann dazu beitragen, dass Stadtkllima zu verbessern: Er ist Lieferant für Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit, Filter gegen Staub und Kohlendioxid, und Schatten und Kältespender an heißen Tagen.


  • Städte sind Ansammlungen von unzähligen kleinen und kleinsten Mikrohabitaten. Die im Vergleich zum Umland höhere Artenzahl geht zum Teil auch auf diesen Mosaikeffekt zurück. Allerdings können sich stabile Populationen hier nur etablieren, wenn eine bestimmte Mindestgröße nicht unterschritten wird.


  • Die sich meist schnell verändernden Strukturen und Umweltbedingungen stellen an die Stadtpflanzen- und Tiere extrem hohe Anforderungen. Den Arten, die sich an diese Bedingungen angepaßt haben, ist es aber zum Teil gelungen, die vermeintlichen Nachteile des Biotops Stadt zu ihrem Vorteil zu nutzen.


  • Besonders erfolgreich sind meist Arten, die ein breites Spektrum von Nahrungs- und Umweltbedingungen nutzen und tolerieren können oder besonders anpassungsfähig sind. Beispiele sind Tauben, Grabwespen oder Blattläuse.

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