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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtgste in Kürze

  • Radioastronomie beobachtet den Himmel nicht mithilfe des sichtbaren Lichtes sondern im Bereich der Radiowellen. Ihre Wellenlängen liegen im Bereich von wenigen Zentimetern bis zu hunderten von Metern.


  • Entdeckt wurden die Radiowellen kosmischen Ursprungs erstmals vom Radioingenieur Karl Jansky im Jahr 1931, das erste astronomische Radioteleskop baute der Radioingenieur Grote Reber im Jahr 1937. 1944 veröffentlichte er die erste radioastronomische Himmelskarte.


  • Radiowellen aus dem All sind viele Milliarden Mal schwächer als die von irdischen Sendern abgestrahlten Signale. Radioteleskope stehen daher meist in dünn besiedelten und weitgehend störsenderfreien Regionen der Erde.

  • Kosmische Radioquellen sind vor allem heiße Gaswolken, Supernovarelikte, Neutronensterne, Quasare (quasi stellare Objekte) und Pulsare. Die im sichtbaren Bereich hellen Sterne sind dagegen meist nur schwache Radioquellen.


  • Im Gegensatz zu optischen Teleskopen können Radioteleskope auch am Tage arbeiten und durchdringen selbst dichte Gas- und Wolkenschichten. Daher sind sie auch für die Erkundung von Planeten, wie beispielsweise der Venus, ein wichtiges Hilfsmittel.


  • Mehrere Radioteleskope lassen sich mithilfe der Interferometrie so zusammenschalten, dass sie wie eine einzige große Antenne arbeiten. Dadurch können auch Radiowellen mit großer Wellenlänge und sehr weit entfernte Objekte beobachtet werden.


  • Für die Suche nach extraterrestrischem intelligenten Leben im Universum spielt die Radioastronomie eine herausragende Rolle, da Radiowellen vermutlich die geeignetsten und damit auch die wahrscheinlichsten Trägerwellen für Informationsübertragungen im Kosmos sind.


  • Das Radioteleskop im australischen Parkes diente bei der Mondlandung der Apollo 11 Mission im Jahr 1969 als Hauptempfangsantenne für die Fernsehbilder vom Mond. Auch heute noch wird die Kommunikation mit Raumsonden über die Radioteleskope des "Deep Space Network" aufrechterhalten.

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