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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Die Liste der Geräte, die elektromagnetische Wellen aussenden, wächst - und mit ihr auch die Ängste vor schädlichen Auswirkungen dieser Strahlung.


  • Auch in Deutschland ist mit der Installierung von immer mehr Mobilfunkmasten die Debatte über mögliche Gesundheitsfolgen von Handys wieder aufgeflammt. Während die Betreiber der Mobilfunknetze beruhigen und abwiegeln, fordern Umweltverbände und -organisationen neue unabhängige Studien und mehr Gelder für die Forschung.


  • Doch die Wissenschaft ist sich uneins über die Risiken der elektromagnetischen Strahlung. Es existieren sowohl Studien, die eine beispielsweise krebserregende Wirkung zu belegen scheinen, als auch solche, die genau das entkräften. Auch die WHO wollte sich in der Frage nach neurologischen Effekten elektromagnetischer Strahlung nicht genau festlegen.


  • Vom Licht bis zur Mikrowelle gehen alle Strahlen auf elektromagnetische Wellen zurück. Die jeweils unterschiedlichen Wellenlängen und Frequenzen entscheiden über den Energiegehalt und die Auswirkungen der jeweiligen Strahlung.

  • Wegen ihrer großen Reichweite und der schnellen Ausbreitung der Wellen wird für Radio, Fernsehen und Mobilfunk hochfrequente Strahlung der Frequenzen zwischen 100 Kilohertz und knapp 300 Gigahertz eingesetzt.


  • Mobiltelefone senden nur relativ schwache Hochfrequenzstrahlung aus, ihre maximale Leistung liegt bei 0,5 bis zwei Watt, ihre Frequenzen zwischen 905 bis 959 MHz (D-Netz) und 1710 bis 1880 MHz (E-Netz). Die Daten werden dabei mithilfe von frequenzmodulierten und gepulsten Wellen übertragen.


  • Die Energie der Handystrahlung produziert im Gewebe Wärme und kann eine "Hitzeinsel" im Gehirn erzeugen. Welche langfristigen Folgen das haben könnte, ist jedoch unklar.


  • Amerikanische Forscher haben festgestellt, dass gepulste und frequenzmodulierte elektromagnetische Strahlung den Transport von Calciumionen in und aus den Zellen beeinflusst. Inwieweit dies aber die biologische Funktion der Zellen beeinträchtigt oder verändert, ist ebenfalls ungeklärt.


  • Ob Handystrahlung Krebs auslösen kann, ist umstritten: Die Mobilfunkfrequenzen bestimmter Handytypen schien regelmäßig Chromosomenschäden und DNA-Brüche zu produzieren, andere dagegen zeigten keinerlei schädliche Wirkungen.


  • Das große Problem - nicht nur der WHO - ist die Tatsache, dass auch mit noch so vielen Daten, die gegen eine krebserzeugende Wirkung sprechen, niemals 100-prozentige Sicherheit herrschen kann.

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