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Freitag, 10.02.2012
DNA-Schäden durch Handystrahlung?
Wechselbad widersprüchlicher Ergebnisse

Kann Handystrahlung Krebs erzeugen? Diese entscheidende Frage versuchen Radiologen und Mediziner schon seit gut zehn Jahren zu beantworten - bisher ohne Erfolg. Inzwischen gibt es fast so viele unterschiedliche Ergebnisse und Interpretationen wie es Studien zu diesem Thema gibt. Hiobsbotschaften und Entwarnungen folgen einander in schnellem Wechsel.

DNA-Strang auf Oberfläche 
DNA-Strang auf Oberfläche
© University of Putra
Die bisher besorgniserregendste Meldung kam 1995 aus dem amerikanischen Seattle: Der Forscher Henry Lai und sein Team von der University of Washington hatten Rattengehirne mit niedrigen Dosen von Mikrowellen bestrahlt. Als Folge traten in den DNA-Strängen der Gehirnzellen zahlreiche Brüche auf - normalerweise ein typisches Anzeichen dafür, das die betroffenen Zellen einer stark krebserregenden Substanz oder starken Röntgenstrahlen ausgesetzt wurden. Würde sich dieses Ergebnis bestätigen, hieße das, dass auch schwache elektromagnetische Strahlung durchaus krebserregend wirken könnte.

Forscher in den USA und Belgien versuchten sofort, den sensationellen Befund mit eigenen Experimenten zu überprüfen - und kamen zu sehr gemischten Ergebnissen: Der Belgier Luc Verschaeve stellte fest, dass seltsamerweise nur die Mobilfunkfrequenzen bestimmter Handytypen regelmäßig Chromosomenschäden und DNA-Brüche produzierten, andere dagegen keinerlei schädliche Wirkungen zeigten. Der Radiologe Joseph Roti Roti von der Washington University in St. Louis erklärte 1999, er habe überhaupt keine Zellschäden beobachten können. Kritiker machen für dieses Ergebnis allerdings einen reichlich unmedizinischen Grund verantwortlich: die Studie wurde vom Handyhersteller Motola finanziert...

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