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Freitag, 23.06.2017
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Die Totenstadt des Pharao

Dahschur und seine Geschichte

Noch in 40 Kilometer Entfernung waren sie zu sehen: Die mächtigsten Bauwerke ihrer Zeit überragten die Landschaft und verwandelten sie damit in ein Stück gebaute Umwelt. Die Signale der Macht waren eindeutig. Geschaffen wurden sie vom ägyptischen Pharao Snofru aus 4. Dynastie des Alten Reiches. In der Zeit um 2600 vor Christus ließ er die ersten Megapyramiden der Menschheit erschaffen.

Blick auf die Knickpyramide von Dahschur – sie war eines der größte Bauwerke ihrer Zeit.

Eine Nekropole für den König


Die Pyramiden des Pharao, die Rote Pyramide und die Knickpyramide, liegen tief in der Wüste, in der Nähe des heutigen Dorfes Dahschur - rund 26 Kilometer von Gizeh entfernt. Dieser Ort wurde erst von König Snofru gegründet und fungierte in seiner Regierungszeit als Residenznekropole. Der Kult an seinen Pyramiden wurde während des gesamten Alte Reichs hindurch von Priestern durchgeführt. Sie bewohnten die zum Komplex gehörende Pyramidenstadt am Wüstenrand und wurden in Dahschur begraben.

Die Reste des zum Komplex gehörenden Taltempels liegen rund 800 Meter nordöstlich der Knickpyramide. Sie wurden 1951 und 1952 von dem ägyptischen Archäologen Ahmed Fakhry freigelegt. Bei dem Bauwerk handelt es sich nicht nur um einen der besterhaltenen Tempel des Alten Reiches. "Er ist wohl auch der älteste in der langen Reihe königlicher Pyramidentempel", sagt der Bauforscher Felix Arnold vom Deutschen Archäologischen Institut Madrid, der vorher in Kairo tätig war.

Bild König Snofrus auf einer Grabstele aus Dahschur, der Pharao tröägt die Doppelkrone Ägyptens.

Renaissance im Mittleren Reich


Nach dem Tod des Königs Snofru verlor Dahschur zunächst an Bedeutung, auch wenn der Totenkult weiter betrieben wurde. Doch ab etwa 1900 vor Christus erlebte die Nekropole eine Renaissance: Die Herrscher der 12. und 13. Dynastie machten den Ort erneut zum königlichen Bauplatz und errichteten dort weitere Pyramiden.

Wie umfangreich die Nekropole von Dahschur tatsächlich war, lässt sich bis heute nur erahnen. 1973 legten Archäologen im Norden des Pyramiden-Areals zwar mehr als 350 Gräber frei. Kurz darauf jedoch wurde die Wüste um Dahschur zum größten Teil zum militärischen Sperrgebiet gemacht. Erst seit wenigen Jahren können Archäologen wieder das Gelände betreten und erforschen.
 
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