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Montag, 15.03.2010
Dinos - Die Medienstars
Dinomania & Co.

Dinosauriermodell im Freilichtmuseum 
Dinosauriermodell im Freilichtmuseum
© Dinosaurier-Freilichtmuseum Münchehagen
In Kino- und Fernsehfilmen, aber auch in der Kunst und Bildhauerei werden die leblosen, höchstens in Museen zu bestaunenden Knochen wieder lebendig. Die Medien vermitteln uns erst ein Bild von den Urechsen, eines, das wir nur durch die reine Betrachtung der Fossilienfunde nie hätten.

Schon 1851, zur Eröffnung des Londoner Crystal Palace, wurden die ersten lebensgroßen Dinosaurier-Skulpturen ausgestellt. Ihr sensationelles gesellschaftliches Debüt machte die Dinosaurier das erste Mal in der breiten Öffentlichkeit bekannt. Das Interesse war geweckt und von nun an tauchten die Dinosaurier immer häufiger in den Medien auf.

Kurz darauf fingen Schriftsteller an, die Riesenechsen in ihren Büchern zum Leben zu erwecken. Bereits 1864 beschrieb Jules Verne in "Reise zum Mittelpunkt der Erde" den Kampf zwischen zwei Dinosauriern. Und Sir Arthur Conan Doyle ließ 1912 die Urdrachen in seinem Roman "Die verlorene Welt" auf einem südamerikanischen Hochplateau wieder auferstehen.

Mit dem Fortschritt der Filmtechnik eroberten die Dinosaurier schnell die Leinwand. Die ersten Dinosaurier-Filme waren "Gertie, the Dinosaur" (1909-14) und "Die verlorene Welt" (1925). "King Kong" und "Godzilla" waren eigentlich keine ernst zunehmende Konkurrenz mehr sobald wieder ein neuer, noch spektakulärer Dinosaurier-Film in den Kinos lief.

Die Anfänge dieser Monster-Filme waren aus heutiger Sicht ziemlich primitiv. Doch die Methoden entwickelten sich immer weiter, so dass Anfang der 60er Jahre ein Höhepunkt erreicht wurde. In "Dinosaurus" wurde die neuartige Stop Motion Technologie angewandt, bei der man Dinosaurier-Modelle - beispielsweise aus Knetgummi - immer wieder minimal veränderte und die einzelnen Bilder am Ende nach dem Daumenkino-Prinzip als Film aneinander gereiht wurden. In "Die tödliche Bedrohung" lief sogar ein Darsteller im Dinosaurierkostüm durch das Filmset, für die damaligen Verhältnisse war das ein enormer Fortschritt.

Dinos - die Superstars unter den "Tierdokumentationen" der besonderen Art? Das wurde 1988 wieder einmal besonders deutlich, als Steven Spielbergs Zeichentrickfilm "In einem Land vor unserer Zeit" herauskam. Dino-Babys in jeder erdenklichen Merchandisingform wurden auf den Markt geworfen und füllten kurz darauf fast jedes Kinderzimmer.

Dino-Fieber mit Jurassic Park
Doch das Dino-Fieber konnte noch gesteigert werden: 1993 kam der erste Teil von "Jurassic Park" in die Kinos. Steven Spielberg bediente sich dieses Mal nicht der Zeichentricktechnik, durch die die Dinosaurier verniedlicht wurden, sondern er ging einen Schritt weiter. Mit aufwändigen Computeranimationen wurden die totgeglaubten Riesenechsen wieder lebendig - zumindest auf der Leinwand sahen sie täuschend echt aus und verbreiteten Angst und Schrecken. Parallel zum Kinofilm rollte eine noch nie gesehene Vermarktungswelle auf uns zu - T-Rex und Co. als Spielzeugmodelle, Tapete, Bettwäsche, Comic, Radiergummis, T-Shirts und als Sammelkarten in Kellogs-Packungen. Nichts schien unmöglich zu sein...
Jetzt - im August 2001 - ist gerade "Jurassic Park 3" in die Kinos gekommen, mit noch besseren Animationen und noch realistischeren Dinosauriern. Auch dieser Teil wird sicher wieder einige Besucherrekorde brechen.

Aber auch das Fernsehen hat die Dinosaurier für sich entdeckt. Jeder erinnert sich noch an die Familie Feuerstein und ihren "Haushund" Dino. Auch "Urmel aus dem Eis" (1970) war ein Riesenerfolg im deutschen Fernsehen. Es war das erste Mal, dass eine extra angefertigte Dinosaurier-Puppe beziehungsweise Marionette der Augsburger Puppenkiste im Fernsehen zu sehen war. Anfang der 90er Jahre kam dann die beliebte Dino-Familie "Die Dinos" auf den Bildschirm. Earl Sinclair und Anhang wurden von Ganzkörperpuppen dargestellt, die von Jim Henson geschaffen wurden.

Wie man sieht ist die Dino-Welle einfach nicht aufzuhalten. Sie macht zwar manchmal eine Verschnaufpause, doch diese dauert meistens nicht lange und hört abrupt auf, sobald der neuste Dino-Kassenschlager die Kinosäle füllt...

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