Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Waldbrände sind unberechenbare Naturereignisse, die unter natürlichen Umständen vor allem durch Blitzeinschläge entstehen. Die meisten Waldbrände werden allerdings inzwischen durch die Fahrlässigkeit des Menschen ausgelöst.


  • Die Savannen der Tropen und Subtropen sind die größten Vegetationsflächen, die regelmäßig abgebrannt werden. Auch in den tropischen Regenwälder brennt es immer häufiger. Die meisten Brände werden dort durch Brandrodungen verursacht. Weitere so genannte Feuerlandschaften sind Australien, Kalifornien und der Mittelmeerraum.


  • Das Jahr 2002 war das Jahr der großen Waldbrandkatastrophen: In Australien wüteten zur Jahreswende 2002/03 die schlimmsten Brände in der Geschichte des "Feuer-Kontinents". Unerlaubte Lagerfeuer und Brandstiftungen lösten auch in den USA zahlreiche Brände aus. Um Moskau loderten 119 Wald- und Torfbrände.


  • Menschen werden immer häufiger durch Wald- und Buschbrände bedroht, da weltweit die Städte ausufern und mehr Siedlungen in Risikogebieten errichtet werden.


  • Waldbrände befördern gigantische Mengen an Aerosolen in die Atmosphäre. Die Folgeschäden für das Weltklima sind noch nicht eindeutig geklärt. Die Aerosolen können einerseits für eine Erwärmung, andererseits auch für eine Abkühlung verantwortlich sein.


  • Das Feuer ist Zerstörer der Wälder, aber gleichzeitig auch ihr Erneuerer. Für die Natur sind die Brände oft ein unersetzlicher "reinigender" Faktor. Viele Ökosysteme haben sich inzwischen nahezu perfekt an die regelmäßigen und natürlich vorkommenden Feuer angepasst. Pflanzen die dort vorkommen nennt man Pyrophyten.


  • Inzwischen wird häufig wieder nach der Devise "let it burn" (lasst es brennen) gehandelt. Kleinere Brände werden toleriert, weil Waldbrände das tote Material (Totholz, Laub, ...) im Wald reduzieren, den Böden mineralreiche Nährstoffen zuführen, das Keimen der Samen fördern, für mehr Licht am Boden sorgen und die Massenvermehrung von Schädlingen eindämmen. Ein Waldbrand ist weitaus gefährlicher, wenn es in einem Wald schon lange nicht mehr gebrannt hat.
    Seit den 70er Jahren gibt es die Wissenschaft der Feuerökologie. Die Wissenschaftler untersuchen die naturgemäße Rolle des Feuers in Wäldern, Buschländern und Savannen.


  • Die "Firefigher" und "Smokejumper" bekämpfen die Flammen mit verschiedenen Methoden. Sie schlagen Schneisen, legen Gegenfeuer, löschen Schwelbrände und bekämpfen die Brände aus der Luft.
    Zur frühzeitigen Erkennung von Wald- und Buschbränden werden in letzter Zeit vermehrt Satelliten eingesetzt.

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Facts
Überblick
Das Wichtigste in Kürze
Artikel zum Thema
Waldbrände
Fluch oder Segen für die Natur?
Von Blitzen, Dürren und Fahrlässigkeit
Wie entstehen Waldbrände?
Feuerlandschaften der Erde
Savannen, Regenwälder und mediterrane Regionen
2002 - das Jahr der Waldbrandkatastrophen
Weltweite Brände von Australien über die USA bis nach Moskau
Der graue Dunst
Auswirkungen auf Menschen und Klima
Manche mögens heiß
Die Natur weiß sich zu helfen
Feuerökologie
Waldbrandschutz durch Feuer?
Von Firefightern und Satelliten
Kampf gegen die Naturgewalt
und mehr...
Zum Weiterlesen...
Links und Literatur zum Thema
Top-Diaschauen
Überleben im Winter
2012 und die Maya
Die großen Massenaussterben
Quallen
Riesenschlangen
Aktuelle Dossiers
Klima-Hotspot Moorböden
Wie Forscher den Treibhausgas-Emissionen von Mooren auf die Spur kommen
Schwelbrände im Gewebe
Chronische Entzündungen und ihre Ursachen
Röntgenblick in die Geheimnisse der Mumien
Neue bildgebende Verfahren helfen bei der Erforschung menschlicher Relikte
Auf Kante
Warten auf „The Big One“
Auch Pflanzen besitzen Stammzellen
Unerschöpflich kreativ
Energie-Produzent Gebäude
Wie Häuser zu Kraftwerken werden
Bermudas Unterwelt
Expedition zu den unterirdischen Salzwasserhöhlen einer Tropeninsel
Alte Seuchen in neuem Licht
Forscher untersuchen Resistenz gegen Pest und Cholera
Mehr Licht im Dunkel der Mars-Trabanten
Mit Mars Express und Phobos Grunt bei den „Söhnen“ des Kriegsgotts
Mikrobielle Mitbewohner auf Weltreise
Bakterien in Magen und Speichel helfen beim Erforschen menschlicher Wanderungen