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Freitag, 10.02.2012
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im neugeborenen All existierte nur eine superdichte, extrem energiereiche Mischung aus Quarks und Gluonen, die explosionsartig auseinanderflog und sich dabei abkühlte. So lautet die gängige Theoerie zur Frühezit unseres Universums.


  • Doch um zu sehen, ob diese Theorie stimmt, müssen experimentelle Nachweise erbracht werden. Daher versuchen Teilchenphysiker, diesen Urzustand der Materie in riesigen Ringbeschleunigern nachzustellen.


  • Dabei spielen auch die zahlreichen, von der Theorie postulierten Materiebausteine eine Rolle. Der amerikanische Physiker Murray Gell-Mann war einer der ersten, die in den sechziger Jahren ein System der kleinsten Tielchen entwickelte.


  • In den Beschleunigern suchen Forscher nach diesen Teilchen, die meist nur eine Lebensdauer von weniger als einem Quadrillionstel einer Sekunde besitzen, also nach unvorstellbar kurzer Zeit wieder zerfallen.


  • Im Brookhaven National Laboratory, einem der größten Forschungszentren der Welt, gelang es, in einem Beschleuniger Gold-Atomkerne mit nahezu Lichtgeschwindigkeit so gezielt aufeinander zu schießen, dass für Sekundenbruchteile eine Mischung aus Quarks und Gluonen entstand - ein Materiezustand, wie man ihn bisher auf der Erde noch nie beobachtet hat.


  • Herzstück des Brookhaven Ringebeschleunigers sind vier gewaltige Detektoren, die die Spuren der flüchtigen Teilchen registrieren sollen. Einer von ihnen stammt aus dem Max-Planck-Institut für Physik in München.


  • Und wenn in einigen Jahren der große LHC-Beschleuniger (Large Hadron Collider) in Genf arbeitet, dann wird man auch mit diesem schwere Atomkerne beschleunigen können und bei Kollisionen noch 30fach höhere Energien erzielen.

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