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Freitag, 25.05.2018
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Einem "kleinen Jungen" auf der Spur...

Chronologie der El Niños und ihrer Erforschung

Ende des 19. Jahrhunderts:


Fischer prägen den Namen "El Niño" - kleiner Junge oder Christkind - für die um Weihnachten herum auftretenden, periodisch wiederkehrenden warmen Phasen des Meeres vor der peruanischen und ecuadorianischen Küste.

1928:


Sir Walter Gilbert beschreibt erstmals die "Southern Oscillation", das wie eine Wippe abwechselnde Auf und Ab der atmosphärischen Drücke im östlichen und westlichen Pazifik.

1957:


Wissenschaftler erkennen, dass der El Niño nicht nur vor Südamerika, sondern im gesamten Pazifischen Ozean Auswirkungen hat.

1969:


Jacob Bjerknes, Professor der Universität von Kalifornien in Los Angeles, erkennt als erster den Zusammenhang zwischen der von Gilbert beschriebenen Southern Oscillation (SO) und dem El Niño-Phänomen. Beide werden seitdem häufig als ENSO (El Niño-Southern Oscillation) zusammengefasst.

1975:


Klaus Wyriki von der Universität von Hawaii entdeckt, dass der Ostwärtsstrom von warmem Oberflächenwasser aus dem westlichen Pazifik dafür verantwortlich ist, dass die Meerestemperaturen vor der Küste Südamerikas während des El Niño ansteigen.

1976:


Forscher nutzen ein Computermodell, um zu demonstrieren, dass Veränderungen der Winde über dem westlichen äquatorialen Pazifik die Meerestemperatur noch in einer so entfernten Region wie der Küste Perus ändern und beeinflussen können.

1982:


Einer der stärksten El Niños des 20. Jahrhunderts beginnt im Pazifik - zunächst unbemerkt und unprognostiziert von den Klimaforschern. Die Schäden des Ereignisses gehen in die Milliarden, betroffen sind vor allem Länder der Tropen rund um den Globus.

1983:


Die ersten Messbojen werden im Pazifik ausgebracht. Sie übermitteln automatisch und kontinuierlich Messdaten über Temperatur und Windverhältnisse.

1985:


Eine Kooperation mehrerer Staaten startet das TOGA-Programm. Ein über den gesamten äquatorialen Pazifik ausgedehntes Messnetz aus Treib- und Ankerbojen soll über zunächst zehn Jahre hinweg kontinuierlich Daten über Temperaturen, Drücke und Windgeschwindigkeiten sammeln und zu neuen Erkenntnissen über die tropischen Ozeane und die globale Atmosphäre führen.

1986:


Forscher entwickeln das erste gekoppelte Klimamodell von Ozean und Atmosphäre. Mit seiner Hilfe und dem TOGA/TAO-Netzwerk gelingt die akkurate Vorhersage des El Niño von 1986.

1988:


Wissenschaftler erforschen, wie die Abschwächungen der Winde und die mit Verzögerung einsetzende Reaktion des Ozeans darauf das Ende eines El Niño und den Beginn der La Nina beeinflussen.

1988/89:


La Nina, die "kalte Schwester" des El Niño folgt ihrem "Bruder" auf dem Fuße.

1990-95:


Ein schwacher, aber dafür extrem langanhaltender El Niño löst La Nina ab.

1996/97:


Dank des mittlerweile um das japanische TRITON-Netz ergänzten TAO-Messnetzes und neuer gekoppelter Ozean-Atmosphären-Modelle können die Klimaforscher bereits ein halbes Jahr vor Beginn des starken El Niño von 1997 Alarm schlagen.

1997/98:


Eines der stärksten El Niño-Ereignisse des 20. Jahrhunderts zieht weltweit Dürren, Überschwemmungen und andere Naturkatatrophen nach sich und hinterlässt Schäden in Milliardenhöhe.

1999:


Auch der letzte starke El Niño wird von einer La Nina-Periode gefolgt.

2002:


Anzeichen für eine Wiederkehr des El Niño mehren sich. Klimaforscher prognostizieren jedoch einen milderen Verlauf als 1997/98.
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Stand: 23.08.2001
 
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