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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Gleich drei Kontinentalplatten treffen in der Region der größten Stadt der Welt aufeinander - Tokyo ist daher extrem erdbebengefährdet.


  • Selbst wenn der Erdbebenherd nicht direkt bei Tokyo sondern weiter entfernt im Pazifik läge, könnten riesige Tsunami-Wellen die Stadt zerstören.


  • 1923 ereignete sich mit einer Stärke von 7,9 auf der Richterskala das schwerste Erdbeben der japanischen Geschichte. 140.000 Einwohner Tokyos und Umgebung kamen bei dem tragischen Ereignis ums Leben.


  • Sollte ein Erdbeben gerade in einem Ballungsraum wie Tokyo und Umgebung auftreten, so sind mit einem Schlag 30 Millionen Menschen gefährdet. Frühwarnsysteme helfen da nicht viel, es fehlt einfach der Platz für wirkungsvolle Evakuierungsmaßnahmen.


  • Ein großes Erdbeben in Tokyo könnte die gesamte japanische Wirtschaft und Regierung völlig lahmlegen. Eine mögliche Verlagerung der Hauptstadt mit ihren Regierungsorganen ist im Gespräch.


  • 1995 ereignete sich ein schweres Erdbeben in der alten Kaiserstadt Kobe. Eine Fläche von über 100 Hektar brannte ab, der Sachschaden lag bei 200 Milliarden DM.


  • Weil niemand wirklich an ein so heftiges Erdbeben in dieser Region geglaubt hatte, lagen einfach keine konkreten Katastrophenpläne vor. Die angeblich erdbebensichere Trasse der vierspurigen Autobahn brach innerhalb von Sekunden ein, als erdbebensicher geltende Häuser stürzten zusammen.


  • Aufgerüttelt durch das Erdbeben, das einige Mängel der Sicherheitsvorkehrungen des dortigen Kernkraftwerkes aufdeckte, stimmten zum ersten Mal in der Geschichte Japans die Einwohner einer Stadt gegen den geplanten Bau eines AKW.


  • Für verschiedene Bezirke Tokyos gibt es bestimmte vorgesehene Evakuierungsgebiete, deren Nummern auch auf den Straßenschildern angegeben sind. Zudem sind die Japaner dazu angehalten, stets einen Notfall-Rucksack gepackt zu haben.


  • Auf ein Erdbeben brechen häufig Feuer aus. In den meisten Straßen Tokyos sind daher Feuerlöscher angebracht, die von jedem bei Bedarf genutzt werden können.


  • Auch die Stromleitungen sind oberirdisch gespannt, damit die Versorgungsleitung im Notfall schnell wieder hergestellt werden kann.


  • Die meisten Hochhäuser Japans sind erdbebensicher gebaut. Schwingungsfähigen Träger-Materialien und Fundamente sollen dem Beben standhalten.

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