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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gegensatz zum Meereis bestehen Eisberge aus Süß- und nicht aus Salzwasser. Sie stammen von den durch Niederschläge gespeisten Gletschern und dem polarem Inlandeis ab.


  • Rund 90 Prozent der Eisberge der nördlichen Hemisphäre kalben von den Gletschern Grönlands. Der Rest entstammt den Gletschern um Spitzberbergen, Franz-Joseph-Land, Nowaja Semlja und der kanadischen Inseln.


  • Eisberge in der Antarktis sind meist Quadratkilometer große, flache Ebenen, die an ihrer Kante fast senkrecht ins Meer abfallen. Diese Form eines Eisbergs wird als Tafeleisberg bezeichnet.


  • Das Schelfeis rund um den antarktischen Kontinent ist eine stabilisierende Barriere für die dortigen Gletscher. Brechen vermehrt Eisberge weg, fehlt der natürliche Widerstand und beschleunigt somit das Auslaufen der Eismasse in Richtung Meer.


  • Larsen B, B-15 und der Filchner-Eisberg sind vom antarktischen Schelfeis weggebrochene Tafeleisberge von gigantischen Ausmaßen. Immer häufiger wurde in den letzten fünf Jahren von solchen Eiskolossen berichtet. Auslöser ist vermutlich die globale Klimaerwärmung.


  • Seit dem tragischen Untergang der Titanic im April 1912 überwacht eine Sondereinheit der kanadischen und US-amerikanischen Küstenwache, die "International Iceberg Patrol", das Gebiet um die berühmt berüchtigte "Straße der Eisberge". Rund 400 bis 800 Eisberge driften jährlich mit dem Labradorstrom bis vor die Küste Neufundlands.


  • Nur etwa 20 Prozent der Masse eines Eisbergs ragt aus dem Wasser. Sieben Achtel bleibt unter Wasser verborgen. Daher werden die "weißen Riesen" nicht mit dem Wind vorangetrieben, sondern driften oft über Jahre mit den Meeresströmungen durch die Ozeane.

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