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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Überall auf der Welt sorgen "Aliens" aus der Tier- und Pflanzenwelt für Aufregung unter Wissenschaftlern und Umweltschützern. Alleine 3.000 Tierarten reisen nach Angaben von Wissenschaftlern täglich im Ballastwasser von Frachtern oder Luxuslinern von Kontinent zu Kontinent.


  • Exoten können einheimische Organismen verdrängen, sich mit nahe verwandten ortsanssässigen Arten paaren und deren Genpool verändern oder Veränderungen im Nahrungsnetz hervorrufen und so ganze Ökosysteme auf den Kopf stellen.


  • Nach Ansicht von Naturschutzorganisation wie "The World Conservation Union" (IUCN) sind die Einwanderer aus einer anderen Welt mittlerweile so häufig und so gefährlich, dass sie nach der Zerstörung von Lebensräumen die größte Bedrohung der Artenvielfalt auf der
    Erde darstellen.


  • Neozoen oder Neophyten sind alle die Lebewesen, die nach der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 durch Kolumbus in einem neuen Lebensraum aufgetaucht sind und sich dort über eine längere Zeit natürlich fortgepflanzt und vermehrt haben.


  • 1.350 eingewanderte Tierarten und über 600 nichtheimische Pflanzen leben nach Angaben von Forschern heute allein in Deutschland: 800 freilebende Halsbandsittiche fristen allein in Köln ihr Dasein, 100.000 Waschbären haben sich in den letzten 70 Jahren in ganz Deutschland breit gemacht und Unmengen an Wollhandkrabben tummeln sich in heimischen Gewässern.


  • Von 100 eingewanderten Arten schaffen es zehn, sich in der neuen Umgebung zu etablieren. Unter diesen zehn befindet sich meist nur eine einzige Spezies, die sich in großem Maßstab ausbreitet und die - vielleicht - das Potential hat einheimische Arten zu verdrängen oder für schwere Verluste unter den Beutetieren zu sorgen.

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