Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

Vom Land zur Rasterzelle
Neue Projektion beruht auf Gitterbasis statt auf Ländergrenzen

Bei konventionellen anamorphen Karten wird eine administrative Einheit - wie ein Land - gemäß eines quantitativen Maßes in ihrer Größe verändert. Bei einer Bevölkerungskarte erscheinen beispielsweise China, Indien und andere Bevölkerungsreiche Länder extrem groß, dünn besiedelte Länder wie Kanada dagegen nur sehr klein. Die quantitative Information wird dabei ähnlich wie in einem Tortendiagramm in Relation zu den anderen Ländern gezeigt.

Länder und administrative Grenzen sind jedoch willkürliche Abgrenzungen, die sich schnell ändern können - etwa wenn Länder geteilt oder vereinigt werden. Bei herkömmlichen anamorphen Karten verändert sich dann das gesamte Kartenbild - die Form und Lage der Länder verschiebt sich stark und willkürlich. Weil sich die Bezüge ändern, kann das gleiche Gebiet je nach Länderaufteilung mal groß ausgedehnt und mal deutlich kleiner erscheinen.

Um dieses Problem zu lösen, hat Benjamin Hennig eine neue Variante der anamorphen Karten entwickelt. Ziel war es dabei, das bei den Worldmapper-Karten genutzte Prinzip so weiterzuentwickeln, dass die resultierenden Karten ähnlich vielseitig wie eine konventionelle Karte eingesetzt werden können: als Basiskarte für die Darstellung weiterer räumlicher Informationen.

Satellitenbild der Erde bei Nacht, verzerrt durch Rastertransformation auf Basis der Bevölkerungsdichte 
Satellitenbild der Erde bei Nacht, verzerrt durch Rastertransformation auf Basis der Bevölkerungsdichte
© Benjamin Hennig  Satellitenbild der Erde bei Nacht, verzerrt durch Rastertransformation auf Basis der Bevölkerungsdichte
Das Gitternetz wird verzerrt
In der neuen Kartenvariante basiert Kartentransformation nicht länger auf willkürlichen Raumeinheiten. Stattdessen wird die Landoberfläche in ein gleichmäßiges Gitternetz unterteilt, das aus gleich großen Rasterzellen besteht. Diese werden dann mit den entsprechenden quantitativen Informationen (z.B. der Bevölkerungszahl) verknüpft. Diese Information wird nun über eine mathematische Funktion in eine Rastertransformationskarte umgewandelt, in der jede Rasterzelle nach ihrem individuellen Datenwert vergrößert oder verkleinert wird. Die Darstellung ist damit unabhängig von Ländergrenzen und anderen administrativen Einheiten.

Durch das gleichmäßig verteilte Raster weist die transformierte Karte nicht mehr die rasch vergleichbaren ursprünglichen Landformen auf. Dafür behalten die veränderten Rasterzellen die Referenz zu ihrer realen Position im physischen Raum. Dadurch können weitere räumliche Informationen auf der neuen Karte korrekt lokalisiert und in Relation zu dem Indikator dargestellt werden - auch nachdem die Karte verändert wurde.

Das transformierte Raster trägt zudem zu einer Lesbarkeit der Karte bei. Denn an ihm ist auf einen Blick zu erkennen, wie stark die Rasterzellen in einem Gebiet vergrößert oder verkleinert wurden. Dieses muss der Betrachter lernen, korrekt zu lesen. Doch wenn das Grundprinzip verstanden ist, erzeugen die daraus entstehenden Muster einen lebhaften Eindruck davon, wie sich die Transformation auf das Kartenbild auswirkt.

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Diaschauen zum Thema
Kartografie
Planet Erde
Simulationen
Artikel zum Thema
Neue Kartenwelten
Eine neue Projektion visualisiert die Wechselbeziehung von Mensch und Umwelt
Von Mercator bis zum Internet
Karten und Globalisierung
Mehr als nur die Lage von Orten
Anamorphe Karten visualisieren Wechselbeziehungen von Mensch und Umwelt
Verzerrung als Informationn
Das Worldmapper -Projekt
Vom Land zur Rasterzelle
Neue Projektion beruht auf Gitterbasis statt auf Ländergrenzen
Weltbevölkerung und Wahlergebnisse
Beispiele für die Anwendungsmöglichkeiten der neuen Projektion
Mehr als nur Bevölkerung
Der ökologische Fußabdruck in drei Varianten
Top-Diaschauen
Synästhesie
Wald
Symbiose mit Viren?
Säbelzahnkatzen
Minoisches Seewesen
Aktuelle Dossiers
Zurück zum Urknall
Auf der Suche nach dem Ursprung von Zeit und Raum
Unterwegs im rollenden Labor
Ein einzigartiger Truck als Labor der Zukunft
Sprachensterben
Schleichendes Verschwinden unseres kulturellen Gedächtnisses
Dschungel ohne König
Asiens letzten 3.200 Tigern droht ohne radikalen Schutz der Garaus
Die Molekül-Sortierer
Neue Formen des Recyclings für den Rohstoff-Bedarf von morgen
Schimpansen - der Film und die Realität
Ein Blick auf Forschung und Forscher hinter dem Disney-Naturfilm
Warten auf das solare Maximum
Die Aktivität unserer Sonne und ihre Kapriolen
HPV: Impfung gegen Krebs
Was bringt die Schutzimpfung gegen das Humane Papillomavirus?
Grüne Gentechnik
Von den Kartoffeln der Inkas zum Gen-Soja
Vögel, die auf Städte fliegen
Wie passen sich Amsel, Meise und Co. an das urbane Leben an?