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Donnerstag, 18.03.2010
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Der Begriff Bionik wurde 1958 auf einem Kongress in Dayton/Ohio vom amerikanischen Luftwaffenmajor J.E.Steele geprägt. Er sollte das "Lernen aus der Natur für die Technik" verdeutlichen. Heute versteht man darunter eher ein Lernen von der Natur für ein eigenständiges technisches Gestalten.


  • Nicht mehr nur die klassischen Ingenieursdisziplinen wie Flugzeug- und Schiffsbau oder die Architekten suchen in der Natur nach Anregungen und Impulsen, auch Materialwissenschaftler, Klimatechniker und Informatiker orientieren sich immer mehr an natürlichen Vorbildern.


  • Aber auch unabhängig voneinander haben Natur und Ingenieure oft analoge Strukturen entwickelt, wenn bestimmte Probleme unter gleichen oder ähnlichen Voraussetzungen gelöst werden mussten.


  • Ein Bereich, in dem die Bionik schon immer eine große Rolle spielte, ist die Luftfahrt. Schon Lilienthal ahmte den Gleitfug der Vögel nach, und bis heute erforschen Physiker und Flugzeugbauer die Feinheiten des Vogel- und Insektenfluges, um daraus Anregungen für ihre Konstruktionen zu gewinnen.


  • In der Architektur beruht die Leichtbauweise beispielsweise vieler Stahlbrücken und Leichtbauweisen auf der bionischen Prinzipien. Sie haben Vorbilder unter Pflanzenblättern, aber auch in der Knochenstrukltur unserer Oberschenkelknochen.


  • Paradebeispiel für ein „Abgucken“ aus der Natur ist der Klettverschluss, der das Haftprinzip der Klette nachahmt. Andere sind die Haihautfolie oder der Lotuseffekt.


  • Auch Informatiker, Kybernetiker und Verfahrenstechniker orientieren sich immer mehr an Vorbildern in der Natur und konstruieren beispielsweise neuronale Netze nach tierischen Vorbild.

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