Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

Ewiger Embryo
50 Jahre und kein bisschen älter

Die Fähigkeit, verloren gegangene Körperteile wieder zu ersetzen, ist ein im Tierreich durchaus verbreitetes Phänomen. Im Laufe der Evolution bis hin zum Menschen nimmt diese Regenerationsfähigkeit aber ab und bleibt zumeist auf einzelne Organe oder Gewebe beschränkt. Einfache, ursprüngliche Tierarten wie die Hydra haben diese Fähigkeit jedoch noch weitgehend erhalten.

Knospende Hydra 
Knospende Hydra
© Przemysław Malkowski / CC-by-sa 3.0  Knospende Hydra
Die Tatsache, dass der Süßwasserpolyp nicht altert, seine unvergleichliche Regenerationskraft und seine grundlegende Stellung im Stammbaum des Lebens ermöglichen wichtige Einsichten, auch für das Verständnis des menschlichen Körpers. Unter anderem deshalb beschäftigen sich auch Thomas Holstein und seine Kollegen an der Universität Heidelberg mit Hydra und verwandten Organismen. Sie wollen mit diesen lebenden Fossilien grundlegende Mechanismen der Regeneration und Entwicklung identifizieren, die auch für Wirbeltiere und den Menschen wichtig sind.

Ihre Arbeiten sind Teil eines interdisziplinären Sonderforschungsbereichs, an dem Forscher aus den Naturwissenschaften und der Medizin beteiligt sind. Im Zentrum der Forschung stehen dabei Stammzellen: Diese Zellen können sich dauerhaft selbst vermehren und zu unterschiedlichen Zelltypen heranreifen. Biologen bezeichnen diesen Prozess als Differenzierung.

Unbegrenzte Vermehrung ohne zu altern
Eine wichtige Frage lautet: Wie lange kann sich ein Polyp auf diese Weise vermehren? Nach allen derzeit verfügbaren Daten lautet die Antwort: unbegrenzt. Wissenschaftler haben die Vermehrungsraten von Polypen über fünf Jahre lang analysiert, ohne dass Veränderungen festzustellen waren. Im Labor wurden verschiedene Stämme mehr als fünfzig Jahre lang ungeschlechtlich vermehrt, ohne dass Anzeichen von Alterung aufgetreten wären. Dies entspricht über 5.000 Zellteilungen.

Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Hydra im biologischen Sinne unsterblich ist. Bei Tieren, die sich ungeschlechtlich fortpflanzen, sind auch die Differenzierungsprozesse ständig aktiv. Sie besitzen damit die Eigenschaften eines „permanenten Embryos“. Alle Arten von Hydra vermehren sich aber nicht allein ungeschlechtlich mit Knospen, sondern auch sexuell mit Keim- oder Geschlechtszellen. Zur sexuellen Vermehrung kommt es meist aber erst dann, wenn sich die Umweltbedingungen verschlechtern.

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Diaschauen zum Thema
Süßwasserpolyp Hydra
Leben im Süßwasser
Zellen - Bausteine des Lebens
Regenerative Medizin
Artikel zum Thema
Ein Leben ohne Altern
Wie Stammzellen den Süßwasserpolypen Hydra unsterblich machen
Uralt und nicht tot zu kriegen
Süßwasserpolypen und ihre lange Geschichte
Ewiger Embryo
50 Jahre und kein bisschen älter
Unbegrenztes Wachstum
Die Sache mit den Stammzellen
Gene und Signalwege
Auf der Suche nach den genetischen Ursachen
Top-Diaschauen
Dunkle Materie
Smart Plastics
Planeten
Tiefseegräben
Rätselhafter Merkur
Aktuelle Dossiers
Die Molekül-Sortierer
Neue Formen des Recyclings für den Rohstoff-Bedarf von morgen
Schimpansen - der Film und die Realität
Ein Blick auf Forschung und Forscher hinter dem Disney-Naturfilm
Warten auf das solare Maximum
Die Aktivität unserer Sonne und ihre Kapriolen
HPV: Impfung gegen Krebs
Was bringt die Schutzimpfung gegen das Humane Papillomavirus?
Grüne Gentechnik
Von den Kartoffeln der Inkas zum Gen-Soja
Vögel, die auf Städte fliegen
Wie passen sich Amsel, Meise und Co. an das urbane Leben an?
Die große Flut
Forscher enträtseln die Urzeit-Katastrophe am Mittelmeer
Stadt, Land, Leere
Der demografische Wandel und die Folgen
Nanopartikel
Die unsichtbaren Helfer und ihre Schattenseiten
Mehr als nur Fisch…
Die Rolle von Hering und Co. im Ökosystem Ozean - und die Folgen der Fischerei