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Schwimmübungen im Raumanzug
Auch eine Wasserlandung will geübt werden

Wasserlande-Training von Astronauten und Kosmonauten im Schwarzen Meer 
Wasserlande-Training von Astronauten und Kosmonauten im Schwarzen Meer
© NASA/JSC  Wasserlande-Training von Astronauten und Kosmonauten im Schwarzen Meer
Zum Sojus-Training in Russland gehörte für Gerst auch eine „Survival“-Einheit: „Vier Tage lang haben wir rund um einen See unweit des Sternenstädtchens verschiedene Landemanöver simuliert und das richtige Verhalten trainiert“, berichtet der ESA-Astronaut. Nach einem Trockenlauf an Land ging es mit der schwimmenden Sojus-Raumkapsel aufs Wasser. Gerst und zwei Gleichgesinnte, darunter sein Mannschaftskamerad Reid Wiseman, mit dem er 2014 zur Raumstation fliegen wird, hatten dann verschiedene Jobs zu erfüllen:

„Wenn es die Zeit zulässt, ziehen wir bei einer Wasserlandung noch in der Kapsel unsere schweren Raumanzüge aus und flexiblere Thermo- Trockenanzüge an, falls wir die Kapsel aufgrund eines Problems verlassen müssen", erklärt Gerst. "So kühlen wir so nicht so schnell aus, was in kaltem Wasser überlebenswichtig ist. Haben wir die Zeit nicht, beispielsweise wenn die Kapsel ein Leck hat, müssen wir innerhalb von sieben Minuten mit unseren Raumanzügen und Überlebensausrüstung aus der Sojus raus und uns ins Wasser retten.“

 Diese Sojus-Kapsel landete 2004 mit drei Mann Besatzung in der Steppe von Kasachstan
Diese Sojus-Kapsel landete 2004 mit drei Mann Besatzung in der Steppe von Kasachstan
© NASA  Diese Sojus-Kapsel landete 2004 mit drei Mann Besatzung in der Steppe von Kasachstan
Überlebens-Fertigkeiten brauchen auch Astronauten
Im Training hat das Wassern gut geklappt. Dennoch hofft der nächste deutsche Astronaut, dass er das Raumschiff nach seiner Landung ohne Schwimmmanöver verlassen kann. Im Fall einer Notlandung, die fast überall auf der Erde stattfinden könnte, kann es nämlich ein paar Tage dauern, bis die Rettungsmannschaften die Raumfahrer finden. Deshalb weiß Alexander Gerst auch, wie er sich aus seinem Fallschirm ein Zelt baut, mit bescheidenen Mitteln Feuer macht oder Fische fängt.

„Wir werden in unserer dreieinhalbjährigen Ausbildung auf die verschiedensten Situationen vorbereitet – sowohl an Bord der ISS als auch für den Hinflug und die Rückkehr zur Erde. Das Ziel ist nicht nur, sich hundertprozentig mit der Funktionsweise und den Aufgaben der Raumstation auszukennen, sondern eben auch mit widrigen Verhältnissen auf der Erde klarzukommen“, sagt
der Geophysiker und strahlt dabei eine beeindruckende innere Ruhe und Gelassenheit aus.

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