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Mittwoch, 08.02.2012
Wichtiger als man denkt
Symbiotische Beziehungen sind mehr als Lehrbuchbeispiele

Symbiosen – wer kennt nicht die Paradebeispiele aus dem Schulunterricht. Etwa die blinde Garnele und die Grundel. Während die Garnele an einer Wohnhöhle baut, hält sie über ihre Antennen Kontakt zu dem wachsamen Fisch, der rechtzeitig vor Gefahr warnt. Eine interessante Geschichte, sicherlich, aber gäbe es diese Symbiose nicht, würde es auch niemanden stören. Außer die Garnele und die Grundel vielleicht.

Was über diesen faszinierenden, teilweise kuriosen Beispielen des Zusammenlebens zweier Arten oft vergessen wird, sind die Symbiosen, die unauffällig aber zahlreich und vielseitig ganze Ökosysteme, Lebensräume, ja sogar das gesamte Leben auf diesem Planeten beeinflussen.

Eiche - nur ein Baum oder Symbiosepartner? 
Eiche - nur ein Baum oder Symbiosepartner?
© Brother Alfred Brousseau
Betrachtet man beispielsweise einen Baum, so sieht man eigentlich nicht nur den Organismus Baum, sondern vielmehr einen Partner einer Symbiose. Der andere Partner befindet sich - den Augen des Betrachters entzogen - unter der Erde. Es handelt sich um einen Pilz (Mykorrhiza), der mit seinem Mycel die absorptionsfähige Oberfläche der Wurzeln stark vergößert. Die Pflanze wiederum führt dem Pilz Nährstoffe zu. Diese Symbiose zwischen Pilz und Pflanze ist kein Einzelfall. Vielmehr stehen 95% aller Gefäßpflanzen auf diese Weise in symbiotischer Beziehung zu den Mykorrhiza-Pilzen.

Symbiosen sind keine skurrilen Einzelfälle, sondern sehr wichtig für beinahe jedes Lebewesen. Die folgenden Beispiele zeigen weitere Symbiosen, ohne die die Erde, so wie wir sie heute kennen, nicht existieren würde.

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