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Mittwoch, 08.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Im Gegensatz zum Parasitismus, bei dem ein Organismus einen Vorteil und der andere einen Nachteil hat, profitieren bei einer Symbiose beide Partner aus einer Beziehung. Neben fakultativen Symbiosen, bei denen beide Partner auch alleine überleben können, gibt es auch obligate Symbiosen, bei der beide Arten getrennt voneinander zugrunde gehen.


  • Symbiosen sind keine skurrilen Einzelfälle, sondern sehr wichtig für beinahe jedes Lebewesen. Ohne Symbiosen wäre die Welt nicht so, wie wir sie kennen.


  • Ohne Symbiose hätten sich komplexere Organismen gar nicht entwickeln können. Denn höhere Zellen entstanden vermutlich über Symbiose verschiedener Bakterienzellen.


  • Auch die Bestäubung von Insekten, die den Blütenpflanzen einen entscheidenden Evolutionsvorteil verschafft hat, ist eine symbiotische Beziehung.


  • Die Entstehung der riesigen Korallenriffe wäre gar nicht möglich gewesen ohne winzige Einzeller, die als Symbionten innerhalb der Korallen leben.


  • Ähnlich wie die Erfindung der sexuellen Fortpflanzung wirken auch Symbiosen als Motor der Evolution.


  • Blattscheiderameisen, Flechten oder Einsiedlerkrebse - sie alle profitieren von teilweise sehr ausgefeilten Beziehungen zu symbiotischen Partnern.


  • Bei den Termiten gibt es sogar eine Dreier-Beziehung. Im Darm der Termiten leben Einzeller, die zerkleinerte Holzpartikel aufnehmen. Die Spaltung der Cellulose übernehmen jedoch Bakterien, die wiederum innerhalb dieser Einzeller leben.


  • Bakterien sind sehr häufig Symbiosepartner - auch in unserem Darm stellen sie beispielsweise unsere Versorgung mit Vitamin K sicher.

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