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Freitag, 10.02.2012
Auf der Suche nach dem Südland
James Cook und die ersten Entdecker

Cook bei den Kerguelen-Inseln 
Cook bei den Kerguelen-Inseln
© Antarctic Philately
Angetrieben von den fantasievollen Vorstellungen seiner Zeit, macht sich 1772 auch der englische Seefahrer James Cook Richtung Süden auf. Offiziell zum Zwecke astronomischer Beobachtungen ausgesandt, soll seine Expedition gleichzeitig Ausschau nach dem geheimnisvollen Südkontinent halten. Obwohl Cook selbst der Ansicht ist, die polaren Gewässer würden absolut gar nichts oder bestenfalls unfruchtbares Ödland enthalten, segelt er drei Jahre lang kreuz und quer über die Meere der Südhalbkugel.

Seine Reisen sollten das Gesicht der bekannten Welt mehr verändern als alle anderen historischen Entdeckungsfahrten. Als erster Europäer kreuzt er den Südpolarkreis und entdeckt die South Georgia und South Sandwich Inseln - aber das Südland findet er nicht. Cook ist zwar inzwischen überzeugt, es gäbe "einen Landstrich am Pol, die Quelle allen Eises, das über den großen Südozean verteilt ist." Die von ihm gefundenen "Landstückchen" tragen allerdings nicht gerade dazu bei, seinen Enthusiasmus für diese Suche zu steigern: "Meine Enttäuschung hält sich in Grenzen. Nach dem Gefundenen zu urteilen, ist das Ganze ohnehin keiner Entdeckung wert."

In dieser Einschätzung sollte sich Cook allerdings gründlich getäuscht haben: Als seine Reiseberichte veröffentlicht werden, lösen die Schilderungen von reichen Seehund und Walvorkommen im Südmeer eine Art "Goldrausch" unter britischen und amerikanischen Pelztierjägern und Walfängern aus. In Scharen strömen sie nach Süden mit dem Ziel, die Schätze der südlichen Meere auszubeuten. Obwohl die Jäger zum größten Teil kein besonderes Interesse an neuen Entdeckungen oder gar wissenschaftlichen Erkenntnissen haben, lösen ihre Berichte wiederum eine neue Welle von wissenschaftlichen Expeditionen aus.

1820 schließlich ist die lange Suche nach dem Südland endlich zu Ende: Gleich drei Menschen erblicken unabhängig voneinander die Küste der Antarktis. Der erste, der russische Admiral Thaddeus von Bellinghausen sieht das Festland im Januar von Bord eines Walfangschiffes aus. Einen Monat später entdeckt der britische Offizier Edward Bransfield die Küste der antarktischen Halbinsel und im November folgt der Amerikaner Nathaniel Palmer.

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