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Große Arten als Stabilisatoren
Warum einfache Modelle für die Prognose nicht ausreichen

Analysen ökologischer Netzwerkmodelle haben gezeigt, dass große Arten eine besondere Bedeutung für die Stabilität eines Ökosystems besitzen. Sterben diese Arten aus, so steigt die Gefahr von sekundären Aussterbeereignissen, und die Zinsbelastung des Ökosystems ist besonders hoch. Dabei kommt es zunächst zu starken Verschiebungen in den Dichten anderer Arten. Besonders betroffen sind Arten mit einer hohen Populationsdichte.

Der Eisbär ist eine der großen Arten - fällt er weg, können die Folgen erheblich sein. 
Der Eisbär ist eine der großen Arten - fällt er weg, können die Folgen erheblich sein.
© Ansgar Walk/CC-by-sa 2.5 us  Der Eisbär ist eine der großen Arten - fällt er weg, können die Folgen erheblich sein.
Langfristig können diese Dichteverschiebungen im Gefüge der Arten zu sekundären Aussterbewellen führen. Dies kann dramatische Konsequenzen für die im Netzwerk verbleibenden Arten haben und die Stabilität wichtiger Ökosystemfunktionen unterminieren. Bedeutsam ist, dass die entscheidende Rolle von Arten mit hoher Körpermasse nur in komplexen Modellen ökologischer Netzwerke nachgewiesen werden konnte. Simple, stark vereinfachte Modelle wie sie durch einfache Nahrungsketten repräsentiert werden, erzeugten wesentlich kompliziertere Ergebnisse mit zahlreichen, zum Teil unabsehbaren Parametern.

Diese und weitere Ergebnisse legen nahe, dass die Vorhersage zu den Konsequenzen des Artensterbens in komplexen ökologischen Netzwerkmodellen einfacher ist als in simplifizierten
Modellen. Gleichzeitig ist der Weg zu einfachen und umsetzbaren Aktionsplänen vorgezeichnet, die das Ziel verfolgen, die Zinsbelastung natürlicher Ökosysteme durch den Schutz der Arten mit hohen Körpermassen zu senken. Ein solcher Aktionsplan könnte die Konsequenzender sechsten Welle des Artensterbens zumindest abmildern.

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