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Freitag, 10.02.2012
Wenn Sterne alt werden
Wie unsere Sonne mal enden wird

Sterne leuchten nicht ewig. Einige treten mit einer gewaltigen Explosion von der Himmelsbühne ab, andere verlöschen sang- und klanglos. Unsere Sonne wird zum Ende ihres Lebens ein beeindruckendes Himmelsschauspiel bieten, falls es dann noch jemanden geben sollte, der dieses auch beobachten kann.

Ein roter Riese geht auf 
Ein roter Riese geht auf
© NASA
Mit zunehmendem Alter zehren die Sterne ihren Brennstoffvorrat, den Wasserstoff, immer weiter auf. Als Ausgleich zum schwindenden Wasserstoff erhöhen die Sterne ihre Fusionsrate. Dadurch steigt die Temperatur, so dass auch der Wasserstoff in Regionen weiter außen zündet und der Stern dadurch insgesamt stärker leuchtet. In zwei Milliarden Jahren oder vielleicht auch schon früher wird es daher auf unserer Erde keine Winter mehr geben, als Folge der erhöhten Strahlungsleistung der Sonne. Die Ozeane werden allmählich verdampfen, durch den erhöhten Wassergehalt der Atmosphäre wird es zu einem ungebremsten Treibhauseffekt kommen, so dass auf der Erde ähnliche Bedingungen vorliegen werden wie heute auf der Venus, wo unter einer extrem dichten Atmosphäre Temperaturen von 470 Grad herrschen.

Aber das ist erst der Anfang. Ist der Wasserstoffvorrat im Kern erstmal komplett aufgebraucht, gibt es nichts mehr, was der unerbittlichen Gravitation entgegenwirkt. Die Kernregion kontrahiert sehr schnell, in den äußeren Regionen, wo noch ein Rest Wasserstoff vorhanden ist, frißt sich die Kernfusion weiter voran. Obwohl sich die Oberfläche bei diesem Vorgang abkühlt, dehnt sich der Stern aus, so dass er fast doppelt so gross wird wie vorher. Dann geht alles sehr schnell: die Helligkeit schießt um das Tausendfache in die Höhe und die äußere Hülle dehnt sich enorm aus. Im Endstadium nimmt gleichzeitig die Oberflächengravitation ab, so dass der Stern anfängt, seine Materie ins Weltall abzugeben.

Könnte man die Sonne in diesem Stadium von der Erde beobachten, so böte sich ein beängstigender Anblick. Sie wird mit einem Durchmesser von 150 Millionen Kilometern (ihr heutiger Durchmesser beträgt 1,5 Millionen Kilometer) bis über die Merkurbahn hinausreichen. Am Erdhimmel wird sie als gigantischer, rotglühender Feuerball erscheinen, der einen Winkel von 50 Grad einnimmt und drei Stunden braucht, um auf- und unterzugehen. Zum Vergleich: der Vollmond erscheint am Himmel unter einem Winkel von 30 Bogenminuten, das gesamte Sternbild Orion hat eine Ausdehnung von nur 12 Grad.

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