Scinexx-Logo
Scinexx mobil
Mobil
Jetzt neu: Nutzen Sie unser Smartphone optimiertes Angebot.
Erfahren Sie mehr
Scinexx auf Facebook
Werden Sie Scinexx-Fan und kommentieren Sie unsere Artikel auf Facebook!
Scinexx auf Facebook
Newsletter
Bestellen Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!
Weitere Titel bei Amazon
Unser Partner
Logo Bild der Wissenschaft
Wissen erleben
Science Center
Naturkundemuseen
Sternwarten
Planetarien
Zoos
Nationalparks
Naturparks
Geoparks
Besucherbergwerke
Botanische Gärten
Schülerlabore
Lernwelten
Lernwelten

Erleben, Lernen, Wissen
Antworten auf viele Fragen zu Alltagsphänomenen, kniffelige Quizze, spannende Tipps für Entdeckernaturen und vieles mehr...

Wer haftet für die Folgen?
Risiken, Konventionen und offene Fragen

Was aber passiert, wenn es durch den Einsatz eines solchen Verfahrens zu extremen Wetterveränderungen in anderen Regionen der Welt kommt – etwa zu Kälteeinbrüchen oder Starkregen und in Folge zu Missernten, Überflutungen oder anderen fatalen Folgen? Mit diesen Fragen muss sich David Reichwein ebenfalls beschäftigen.

Denn in einem solchen Fall benötige man auch rechtliche Grundlagen, nach denen Ansprüche auf Schadenersatz oder Kompensation für jene, deren Lebensraum durch Manipulationen des Klimas in Mitleidenschaft gezogen wurde, geklärt werden können. Selbst wenn Letzteres in einem völkerrechtlichen Vertrag zwischen den beteiligten Akteuren geregelt sein sollte, bleibe immer noch grundsätzlich zu klären, wie im Umgang mit Risiken und Unsicherheiten generell rechtlich zu verfahren sei.

Wer haftet, wenn es regionale oder globale Negativfolgen gibt? 
Wer haftet, wenn es regionale oder globale Negativfolgen gibt?
© SXC  Wer haftet, wenn es regionale oder globale Negativfolgen gibt?
Nachhilfe in Klimagrundlagen
Mit seiner Arbeit will der Völkerrechtler dazu beitragen, zumindest auf der Rechtsebene für klarere Verhältnisse zu sorgen. Seit Dezember 2009 befasst er sich neben der juristischen Lektüre mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen von Climate Engineering. Das sei zuweilen harte Kost, kommentiert er seine Bemühungen, sein naturwissenschaftlich-technisches Wissen auf den Stand der Dinge zu bringen. Sehr erhellend seien da die Gespräche und Workshops mit den anderen Doktoranden des Marsilius-Projekts, die im Abstand von zwei Wochen stattfinden. „Da werden viele meiner Fragen beantwortet. Die Herangehensweise aus unterschiedlichen Blickwinkeln ist hilfreich und spannend“, sagt Reichwein.

Die offenen völkerrechtlichen Fragestellungen muss er allerdings im Alleingang bearbeiten. „Ich muss dabei zwischen den unterschiedlichen angedachten Maßnahmen differenzieren“, beschreibt er seine Vorgehensweise. So gehe es darum, rechtlich zu bewerten, ob bereits bestehende völkerrechtliche Verträge oder das Völkergewohnheitsrecht die gezielte aktive Klimabeeinflussung untersagen oder andere rechtlich verbindliche Aussagen über sie treffen.

Gegen die Konventionen?
„Für den Einsatz von Schwefelsulfiten in der Stratosphäre sind unter anderem die ENMOD-Konvention, das Übereinkommen über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung sowie das Wiener Übereinkommen zum Schutz der Ozonschicht zu beachten“, nennt Reichwein einige Beispiele aus bestehendem Recht, die zumindest teilweise auf Geo Engineering zutreffen. Den Maßnahmen der Eisendüngung könnten unter anderem die London- Konvention – ein Übereinkommen über die Verhütung der Meeresverschmutzung durch das Einbringen von Abfällen und anderen Stoffen –, die UN-Seerechtskonvention und das Abkommen über die biologische Vielfalt entgegenstehen.

David Reichwein: „Zu beachten ist ebenfalls das völkergewohnheitsrechtliche Verbot der grenzüberschreitenden Umweltbeeinträchtigung. Das untersagt jedem Staat, auf seinem Territorium Aktivitäten zu entfalten oder zuzulassen, von denen erhebliche grenzüberschreitende Umweltbeeinträchtigungen ausgehen können.“

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Diaschauen zum Thema
Verlierer Mensch?
Wolkenforschung
Planet Erde
Klimawandel in Deutschland
Klimaforschung
Ausbruch des Eyjafjallajökull
Artikel zum Thema
Geo-Engineering
Klima-Manipulation im Großlabor Erde
Ein alter Traum mit neuen Mitteln
Was ist Geo-Engineering?
Kühlung durch künstliche Wolken
Emission von Schwefelaerosolen als „Sonnenschirm“
Die ganze Erde als Labor
Großversuch mit unkalkulierbaren Risiken
Verhaltenskodex für die Forschung gesucht
Interdisziplinäres Team untersucht übergreifende Auswirkungen
Lücken im internationalen Recht
Geo-Engineering im Völkerrecht nicht vorgesehen
Wer haftet für die Folgen?
Risiken, Konventionen und offene Fragen
Zwischen Recht und Moral
Der weite Weg zum Konsens
Top-Diaschauen
Olympische Winterspiele
Dunkle Materie
Smart Plastics
Influenza
Planeten
Aktuelle Dossiers
Dschungel ohne König
Asiens letzten 3.200 Tigern droht ohne radikalen Schutz der Garaus
Die Molekül-Sortierer
Neue Formen des Recyclings für den Rohstoff-Bedarf von morgen
Schimpansen - der Film und die Realität
Ein Blick auf Forschung und Forscher hinter dem Disney-Naturfilm
Warten auf das solare Maximum
Die Aktivität unserer Sonne und ihre Kapriolen
HPV: Impfung gegen Krebs
Was bringt die Schutzimpfung gegen das Humane Papillomavirus?
Grüne Gentechnik
Von den Kartoffeln der Inkas zum Gen-Soja
Vögel, die auf Städte fliegen
Wie passen sich Amsel, Meise und Co. an das urbane Leben an?
Die große Flut
Forscher enträtseln die Urzeit-Katastrophe am Mittelmeer
Stadt, Land, Leere
Der demografische Wandel und die Folgen
Nanopartikel
Die unsichtbaren Helfer und ihre Schattenseiten