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Samstag, 21.07.2018
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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • 1912 veröffentlichte der deutsche Meteorologe und Polarforscher Alfred Wegener seine Theorie von der Bewegung der Kontinente und revolutionierte das wissenschaftliche Weltbild vom Aufbau des Erdmantels. Doch die Wissenschaftlerkreise waren zunächst ähnlich empört und ablehnend wie bei der Veröffentlichung von Darwins "Vom Ursprung der Arten".


  • Viele Wissenschaftler hielten die Aufteilung der Eroberfläche in Meeresbecken und Kontinente für seit Urzeiten vorhanden und unabänderlich.


  • Erst Mitte der 1960er Jahre begann sich das von Wegener angedeutete Konzept der Erdplatten durchzusetzen. Immer mehr Institutionen und Forscher, die sich bis dahin eher skeptisch gezeigt hatten, schwenkten nun auf das Konzept der wandernden Platten um.


  • Die Erdkruste ist kein zusammenhängendes Gebilde, sondern gliedert sich in zwölf große Platten die die ganze Oberfläche der Erde einnehmen. Durch die Bewegung der Platten durch aufsteigende Magmenströme stoßen sie zusammen, tauchen untereinander ab oder gleiten aneinander vorbei.


  • Die Formen der Erdoberfläche mit ihren tiefen Tälern und den riesigen Gebirgszügen sind nur ein dünner Überzug über dem mächtigen Erdmantel, etwa vergleichbar mit der menschlichen Haut oder der Schale eines Apfels.


  • Diese äußere "Haut" der Erde, die Erdkruste, wird in die kontinentale und ozeanische Kruste gegliedert, die sich deutlich in Dichte, Gesteinsvorkommen, Dicke sowie in Alter und Herkunft unterscheiden.


  • Zusammen mit dem oberen Mantelbereich bildet die Kruste die Lithosphäre, die auf der Asthenosphäre "schwimmt".


  • Unter dem mittelozeanischen Rücken steigt heißes Gesteinsmaterial des Erdmantels auf und breitet sich nach den Seiten aus. An der Erdoberfläche kühlt es ab und bildet die feste Lithosphäre. Auch die kontinentalen Platten werden von den Magmenströmungen mitgeschleppt.


  • Schon mit dem Ende des Mittelalters und dem langsamen Entstehen der modernen Wissenschaften im 17. Jahrhundert begannen Forscher und Gelehrte mehr und mehr, nach einer "Theorie der Erde" zu suchen. Die einen sahen in der Kraft des Wassers und der Meere den ausschlaggebenden Faktor für geologische Veränderungen, während andere eher das Feuer, die Hitze des Erdinneren, favorisierten.


  • Basierend auf den Beobachtungen Humboldts und anderer Feldforscher entwickelte der Franzose Elie de Beaumont, Professor am Collège de France, eine Theorie zur Gebirgsbildung, die für weite Teile des 19. Jahrhunderts zum tonangebenden Paradigma werden sollte.

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Stand: 21.02.2001
 
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