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Donnerstag, 30.10.2014
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Der Untergang

Die Endzeitszenarien im Film „2012“ und anderswo

Wir schreiben das Jahr 2009: Der Wissenschaftler Dr. Satnam Tsurutani entdeckt, dass ungewöhnlich starke Sonneneruptionen eine Neutronenstrahlung ausgelöst haben, durch die unerwarteterweise die Temperatur des Erdkerns stark ansteigt. Berechnungen ergeben, dass bis zum Jahr 2012 die Erdkruste zu schmelzen beginnt und instabil wird. Dieses löst katastrophale Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis aus, die die Erdoberfläche unbewohnbar machen.

Plakat des Film "2012"

Plakat des Film "2012"

„Wir waren gewarnt“


Auch andere Forscher stoßen auf ähnliche Hinweise. Sie bringen dies in Verbindung mit einer alten Prophezeiung der Maya, nach der ein 26.000 Jahre alter Zyklus am 21. Dezember 2012 enden soll. Dann, so die Warnung, wird eine äußerst seltene kosmische Konstellation das alte Zeitalter zerstören und ein neues einläuten. Und es geschieht das Unausweichliche: Unter dramatischen Szenarien geht die Welt unter. Die Erde, wie wir sie heute kennen, gibt es nicht mehr.

Soweit das Szenario im Spielfilm „2012“ von Roland Emmerich, der Ende 2009 in die Kinos kam. Eigentlich nichts anderes als ein typischer Hollywood-Schocker, könnte man meinen. Doch diesmal traf der Film einen Nerv. Denn er bezieht sich auf einem vor allem in esoterischen Kreisen ohnehin schon verbreiteten Mythos. Schon bevor Sony Pictures im Oktober 2008 die ersten Trailer für den Film veröffentlichte, kursierten im Netz und auch in Buchform bereits Gerüchte über prognostizierte dramatische Ereignisse am 21.Dezember 2012.

Katastrophen…


Filmszene: Die Küste Kaliforniens versinkt im Meer.

Je nachdem, aus welcher Ecke die Interpretation der „Prophezeiungen“ kommt, soll es wahlweise entweder eine apokalyptische Katastrophe oder aber einen spirituellen „Übergang“ geben. So sieht der Autor des Buches „Apokalypse 2012“, Lawrence E. Joseph, schon jetzt in Naturkatastrophen wie dem Hurrikan Katrina oder dem Tsunami im Indischen Ozean erste Anzeichen für den bevorstehenden Untergang. Seiner Interpretation nach sahen die Maya schon vor tausenden Jahren voraus, dass 2012 gewaltige Eruptionen auf der Sonne das Erdmagnetfeld zum „Umkippen“ bringen und gewaltige Katastrophen verursachen.

Andere Interpreten sehen eine spezielle astronomische Konstellation – entweder der Erde mit dem Zentrum der Milchstraße oder aber von allen Planeten des Sonnensystems als Auslöser fataler Gezeitenwirkungen. Auch ein angeblich bisher unentdeckter Planet, „Nibiru“, wird dabei ins Spiel gebracht und soll in Erdnähe vorbeirasen – mit schlimmen Auswirkungen.

…oder Neubeginn


Der selbsternannte „Biophysiker“ Dieter Broers schreibt unter anderem: „Das mittelamerikanische Volk der Mayas hinterließ uns die Information, dass diese letzte Epoche der Zeitlichkeit durch die kosmische Absicht gelenkt würde. Ein so genannter Synchronisationstrahl würde – vom Zentrum unserer Milchstraße ausgehend – unsere Erde und damit uns Menschen neu ausrichten.“

Doch es geht noch esoterischer: So schreibt Semir Osmanagic am Ende seines Buchs „The World of the Maya“: „Wenn die Himmel sich öffnen und kosmische Energie durch unseren kleinen Planeten fließt, dann werden wir durch die Vibrationen auf ein höheres Niveau angehoben.“

Woher aber kommen all diese Vorstellungen und „Prophezeiungen“?
Nadja Podbregar
Stand 29.12.2011