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Montag, 21.05.2012
Was ist geblieben?
Ein Epilog

 Der Weg der Franklin
Der Weg der Franklin
© NASA/GSFC/seawifs  Der Weg der Franklin
Apollo 11 wird ein voller Erfolg – vor allem in seiner Öffentlichkeitswirkung. Den Erfolg der PX-15-Mission dagegen bekommt außer den Wissenschaftlern kaum jemand mit. Schon wenige Jahre nach der ersten Mondlandung und der ersten Langzeit-Drift verfliegt allerdings die Euphorie für die bemannte Erkundung von Weltraum und Ozean.

Abschied von der bemannten Erkundung
Es herrscht Rezession und der Rotstift trifft gerade das teure Apollo-Programm schwer. Von den ursprünglich bis 1972 geplanten neun weiteren Apollo-Flügen werden nur noch sechs durchgeführt, fünf davon landen auf dem Mond, Apollo 13 muss wegen Problemen mit der Sauerstoffversorgung ohne Landung zurückfliegen.

Auch wenn die Kosten für die PX-15 mit einer Million US-Dollar gemessen an den 14 Milliarden für Apollo geradezu Peanuts sind, werden auch hier die Forschungsgelder zusammengestrichen. Fortan heißt es nur noch: Bemannte Erkundung ist Luxus, Roboter und unbemannte Schiffe können das alles billiger, schneller und genauso gut.

Die Ben Franklin rostend auf dem Trockenen 
Die Ben Franklin rostend auf dem Trockenen
© Vancouver Maritime Museum  Die Ben Franklin rostend auf dem Trockenen
30 Jahre rostend im Trockendock
Mit dem Niedergang der bemannten Erkundung stagniert auch die Karriere der Ben Franklin. Obwohl sie ihren Wert und ihre Eignung für Unterwasser-Forschungsfahrten eindeutig bewiesen hat, kommen keine Anschlussprojekte. Nach ein paar kleineren Tauchgängen kauft eine kanadische Firma das Unterseeboot um damit Rohstoff-Lagerstätten vor der Küste zu erkunden. Doch die Franklin kommt nie zum Einsatz. 30 Jahre lang steht sie rostend auf einem Industriegrundstück, bis sie 2001 dann vom Vancouver Maritime Museum wiederentdeckt wird.

Das Museum restauriert das alte Tauchboot und integriert es in eine interaktive Ausstellung zur Erkundung der Unterwasserwelt. Jim Delgado, der Museumsdirektor, hofft die Vorstellungskraft und Begeisterung einer neuen Generation von potenziellen Ozeanforschern und Entdeckern anzuregen. Vielleicht, so sein Wunsch, führen diese einmal fort, was die Ben Franklin vor 40 Jahren begonnen hat. Denn noch immer gilt das Meer als eines der „weißen Flecken“ auf der Landkarte der Erde. Noch sind viele Geheimnisse der Tiefsee und der Unterwasserwelt unerforscht und unentdeckt.

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