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Donnerstag, 09.02.2012
Mit einem Molch fing alles an...
Kleine Chronik des Klonens

1901
Der Forscher Hans Spemann klont durch Zufall einen Molch aus einer Embryozelle.

1944
Oswald Avery und seine Forschergruppe entdecken die DNS (Desoxyribonukleinsäure), engl. DNA, als Träger der Erbsubstanz.

1952
James Watson und Francis Crick entdecken die Doppelhelix-Struktur der DNA.

Die Wissenschaftler Robert Briggs und Thomas King klonen Kaulquappen aus Froschembryo-Kernen unterschiedlichen Alters. Sie stellen fest, dass das Entwicklungspotential der „künstlichen" Embryonen mit zunehmendem Alter der Spenderkerne geringer wird.

1961 bis 1966
Entschlüsselung des genetischen Codes.

1966
John Gurdon klont Kaulquappen aus Darmwandzellen erwachsener Krallenfrösche.

1972
Erstes gelungenes gentechnisches Experiment. Einer Forschergruppe um Paul Berg gelingt erstmals die erste Totalsynthese einer rekombinanten DNA in vitro.

1973
DNA-Elektrophorese erstmals gelungen durch J. Sambrook.

1976
In San Francisco wird die erste gentechnische Firma „Genentech" gegründet.

1977
DNA-Sequenzierung gelungen durch W.Gilbert.

1978
William J. Rutter und sein Team an der kalifornischen Universität in San Francisco klonen erstmals ein Hüllprotein des Hepatits-B-Virus.

1979
John Baxter gelingt es, das Gen für das menschliche Wachstumshormon zu klonen.

1981
Die Firma Genentech klont Gamma-Interferon.

1983
Genetiker können im Labor DNA-Stücke aus Einzelbestandteilen gezielt zusammenzufügen, so dass vorgeplante Basensequenzen entstehen.

1985
Das Gen, das das Oberflächenprotein der menschlichen Lunge kodiert, wird geklont. Damit ist eine wichtige Vorausetzung zur Verhinderung von vorgeburtlichen Komplikationen erfüllt.

1986
Der Däne Steen Willadsen klont zum ersten Mal Lämmer mit Hilfe der Kerntransfertechnologie aus Acht-Zell-Embryonen.

1990
In Deutschland wird ein Gentechnikgesetz eingeführt.

1993
Forscher der amerikanischen George Washington Universität klonen menschliche Embryonen und erhalten sie in einer Petrischale für mehrere Tage am Leben. Proteste und Diskussionen um die Ethik von gentechnischen Versuchen an Embryonen werden neu entfacht.

1997
Das Schaf „Dolly" ist das erste Säugetier, das aus einer erwachsenen Körperzelle entstanden ist. Es wurde im schottischen Roslin Institute aus der Euterzelle eines erwachsenen Schafes geklont.
Wenig später folgt ihm nach der selben Methode "Polly", das erste Klonschaf mit einem menschlichen Gen.

Wissenschaftler im amerikanischen Oregon klonen zwei Rhesusaffen aus embryonalen Zellen.

Der amerikanische Wissenschaftler Richard Seed kündigt an, innerhalb der nächsten drei Jahre einen Menschen klonen zu wollen.

1998
Wissenschaftler der amerikanischen Firma Advanced Cell Technology produzieren das erste Klonkalb. Später folgen weitere Kuh-Embryonen nach der Dolly-Methode, die das menschliche Gen für das Protein Serum-Albumin enthalten.

Forscher der Universität von Hawaii entwickeln eine neue Klonmethode. Sie nutzen die Kerne von erwachsenen Eierstock-Kumuluszellen, um drei Generationen von Mäusen zu klonen.

In Japan werden acht identische Kälber aus den Zellen einer erwachsenen Kuh geklont.

1999
Ein japanischer Forscher kombiniert eine menschliche Blutzelle mit einer Kuh-Eizelle und löst damit einen Proteststurm aus. Gegenüber den Vorwürfen der japanischen Behörden, er habe gegen das Klonverbot menschlicher Zellen verstossen, verteidigt er sich, er habe nur menschliche Blutzellen studieren wollen.

Die amerikanische Firma Advanced Cell Technology erhält das erste Patent für eine verbesserte Klontechnik von nichtmenschlichen Zellen.

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