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Mittwoch, 17.01.2018
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Von Menschen und Hunden

Große Unterschiede in der Riechfähigkeit

Hunde verblüffen immer wieder mit ihrer geradezu unheimlichen Riechfähigkeit. Sie folgen Geruchsfährten über lange Strecken, erschnüffeln Substanzen in scheinbar fest verschlossenen Behältern – sogar, ob ein Mensch krank ist oder Angst hat, können Hunde riechen.

Hunde riechen, Menschen sehen


Ein Hund, der seinen Rundgang durch die Nachbarschaft macht, gleicht einem Menschen, der neugierig die Zeitung liest: Was gibt es Neues? Wer ist unterwegs? Was ist passiert? All diese komplexen Informationen sind dem Hund zugänglich, weil er chemische Signale dechiffriert, die er auf Wegen, an Bäumen und Laternen findet.

Dem Menschen ist diese Erlebniswelt versperrt, wohl deshalb, weil er sich seine Informationen über das soziale Umfeld vor allem visuell beschafft. Gegenüber dem Sehen hat das Riechen beim Menschen an Bedeutung verloren. Doch auch die Nase des Menschen ist ein leistungsfähiges Sinnesorgan, das höchst komplexe Duftmischungen erkennen und zum Gehirn weiterleiten kann.

Labormaus

Labormaus

Ratten und Mäuse im Experiment


Was auf molekularer Ebene geschieht, wenn Menschen und andere Säugetiere riechen, ist in den vergangenen 20 Jahren vor allem an Ratten und Mäusen erforscht worden. Diese Tiere haben ein ausgezeichnetes Riechvermögen, und sie können sowohl mit molekularbiologischen als auch mit verhaltensbiologischen Methoden untersucht werden.

Wie verarbeitet das Riechsystem Informationen?


Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Wissenschaftler im Interdisziplinären Zentrum für Neurowissenschaften der Universität Heidelberg um Professor Dr. Stephan Frings interessiert, wie das Riechsystem Informationen verarbeitet.

Dazu messen sie bestimmte Leistungen des Riechsystems, etwa das Unterscheiden von Duftstoffen oder die Geschwindigkeit der Geruchserkennung, und versuchen herauszufinden, welche molekularen Mechanismen sich während dieser sensorischen Leistungen in den Nervenzellen (Neuronen) des Riechsystems ereignen.
Professor Dr. Stephan Frings / Forschungsmagazin „Ruperto Carola“ der Universität Heidelberg
Stand: 30.04.2009
 
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