Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Samstag, 04.02.2012
Markt für Elektroauto-Batterien boomt
30 bis 40 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2020?

Der Markt für Elektroauto-Batterien entwickelt sich gewaltig – von heute etwa 900 Millionen Dollar soll er bis 2015 auf zehn bis 15 Milliarden Dollar allein für große Lithium-Ionen-Batterien wachsen. 2020 werden es dann 30 bis 40 Milliarden Dollar sein.

 Lithium-Ionen-Akku
Lithium-Ionen-Akku
© Claus Ableiter / GFDL  Lithium-Ionen-Akku
Um für die wachsende Nachfrage gerüstet zu sein, arbeiten viele Automobilhersteller und Zulieferer mit Batterie-Herstellern zusammen. So kooperieren VW und Sanyo auf dem Gebiet der Hochenergiebatterien. Allein Sanyo will in den kommenden sieben Jahren 490 Millionen Euro in die Entwicklung dieser Speicher investieren.

Continental hat bereits Anteile am japanischen Batteriespezialisten Enax übernommen. Und in Frankreich kooperieren Johnson Controls Varta und die Firma Saft. Auch Bosch rüstet sich für den erwarteten Elektroauto-Boom: Der Automobilzulieferer gründet mit Samsung ein Gemeinschaftsunternehmen zur Entwicklung und Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien.

Investitionen in die Entwicklung
Darüber hinaus bündeln die im Verband der Automobilindustrie (VDA) vertretenen Fahrzeughersteller Audi, BMW, Daimler, Ford, Opel, Porsche und VW ihre Aktivitäten zur Forschung und Entwicklung dieser Batteriesysteme. Finanziell unterstützt sie dabei der Bund.

Massive Investitionen in Forschung und Entwicklung werden auch dringend benötigt. Der Hintergrund: In Deutschland werden kaum noch Batterien und Akkus produziert oder weiterentwickelt; die meisten Hersteller sind in Asien angesiedelt. Um auch in der Bundesrepublik wieder Kompetenzen aufzubauen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen – zum Beispiel in der Innovationsallianz „Lithium-Ionen-Batterie (LIB 2015)“.

In den kommenden Jahren will ein Industriekonsortium von Evonik, Li-Tec, BASF, Bosch und Volkswagen 360 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung investieren. Das BMBF unterstützt das Vorhaben mit 60 Millionen Euro. Ein Teilprojekt von LIB 2015 ist die Entwicklung von Lithium-Hochenergiebatterien für Elektrofahrzeuge – kurz „HE-Lion“ genannt. Hieran sind mehrere Fraunhofer-Institute beteiligt.

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Diaschauen zum Thema
Batterien der Zukunft
OLEDs
Energieeffizienz
Ökostrom
Brennstoffzellen
Solarenergie
Offshore-Windenergie
Artikel zum Thema
Strom aus der Konserve
Batterien und Akkus der Zukunft
Autolärm und Abgase ade?
Elektroautos sind im Kommen
Lithium-Ionen-Batterien sind der Schlüssel
Forscher arbeiten an Hochleistungsakkus
Markt für Elektroauto-Batterien boomt
30 bis 40 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr 2020?
Flottenversuch Elektromobilität
Fahrzeugtauglichen Energiespeichermodulen auf der Spur
Batterien im Härtest
Sicherheit ist Trumpf
Energiespeicher verzweifelt gesucht
Strom aus Wind und Sonne effektiver nutzen
Elektroden, Membranen und Elektrolyte
Redoxflow-Batterien
Netzwerk Batterien
13 Fraunhofer-Institute – ein Ziel
Top-Diaschauen
2012 und die Maya
Überleben im Winter
Die großen Massenaussterben
Quallen
Riesenschlangen
Aktuelle Dossiers
Klima-Hotspot Moorböden
Wie Forscher den Treibhausgas-Emissionen von Mooren auf die Spur kommen
Schwelbrände im Gewebe
Chronische Entzündungen und ihre Ursachen
Röntgenblick in die Geheimnisse der Mumien
Neue bildgebende Verfahren helfen bei der Erforschung menschlicher Relikte
Auf Kante
Warten auf „The Big One“
Auch Pflanzen besitzen Stammzellen
Unerschöpflich kreativ
Energie-Produzent Gebäude
Wie Häuser zu Kraftwerken werden
Bermudas Unterwelt
Expedition zu den unterirdischen Salzwasserhöhlen einer Tropeninsel
Alte Seuchen in neuem Licht
Forscher untersuchen Resistenz gegen Pest und Cholera
Mehr Licht im Dunkel der Mars-Trabanten
Mit Mars Express und Phobos Grunt bei den „Söhnen“ des Kriegsgotts
Mikrobielle Mitbewohner auf Weltreise
Bakterien in Magen und Speichel helfen beim Erforschen menschlicher Wanderungen