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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Das Ziel der Forschungen im Bereich der künstlichen Intelligenz ist es, Maschinen "das Denken beizubringen". Daran arbeiten Forscher der unterschiedlichsten Fachrichtungen - Kybernetiker, Softwareingenieure, Kognitionsforscher, Neurowissenschaftler und Robotikexperten - gemeinsam.


  • Die in den 1950er Jahren entstandene traditionelle KI-Forschung versuchte, Intelligenz mithilfe sehr starrer, komplizierter Algorithmen zu erreichen. Das Ergebnis waren in der Regel leistungsfähige aber beschränkte "Fachidioten". Ein Beispiel für diesen Ansatz ist der Schachcomputer "Deep Blue".


  • In der "neuen KI-Forschung" bemühen sich die Wissenschaftler gleich in mehreren parallelen Ansätzen, Maschinen zum Denken zu bringen. Vertreter des "Bottom-Up"-Ansatzes versuchen nach dem Prinzip der Bionik, die Struktur biologischer Gehirne und Netzwerke mithilfe elektronischer neuronaler Netze nachzubilden. Erste Erfolge für einfache Netze gibt es hier bereits.


  • Der "Top-Down" Ansatz will vor allem die Leistungen menschlichen Intelligenz nachbilden, die Ergebnisse zählen hier mehr als die bloße Kopie von Mechanismen und Strukturen. Beispiele für diese Richtung sind Expertensysteme oder intelligente Suchmaschinen.


  • Ein dritter Ansatz geht davon aus, dass die technische Entwicklung im Prinzip nur die biologische Evolution und ihre Mechanismen von Mutation und Selektion nachvollziehen muss, um zu guten Ergebnissen zu kommen. Selbst-evolvierende Systeme wie die Roboter des Golem-Projektes sind hier Vorreiter.


  • Neben den Bestrebungen, intelligente Maschinen herzustellen, gibt es auch einen Trend zur "Cyborgisierung" - der Optimierung des Menschen durch eine Verschmelzung mit der Technik. Schon heute verhelfen Chip-Implantate Ertaubten zum Hören oder ermöglichen Schlaganfallpatienten die Kommunikation. In Zukunft könnte diese Entwicklung aber nach Ansicht vieler KI-Forscher durchaus über bloße medizinische Mängelbehebung hinaus gehen.

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