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Dienstag, 20.11.2018
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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Tibet bezeichnet in der Regel das Hochland von Tibet. Es erstreckt sich nördlich des Himalaya und wird im Westen vom Karakorum, im Norden vom Kunlun Shan, im Osten von den osttibetisch-chinesischen Gebirgszügen begrenzt.


  • Das Hochland von Tibet ist etwa 2,5 Quadratkilometer groß und liegt durchschnittlich auf 4.500 Metern Höhe. Die Hauptstadt Tibets, Lhasa, liegt im Südosten auf etwa 3.600 Metern Höhe, in den niedrigeren Lagen des Tibets. Der Tibet ist somit der höchst gelegene Lebensraum auf der Erde überhaupt.


  • Politisch ist das Hochland von Tibet auf mehrere Länder verteilt. Der größte Teil liegt in Südwest-China, südöstlich der Provinz Xinjang. Seine Ausläufer reichen bis nach Indien, Bhutan, Nepal und Birma.


  • Als „Autonome Region Tibet oder TAR, Tibetan Autonomous Region“, wird die gleichnamige chinesische Verwaltungseinheit bezeichnet. Sie macht nur etwa die Hälfte des Hochlands von Tibet aus.


  • Bis heute ist der politische und völkerrechtliche Status Tibets nicht endgültig geklärt. Die Autonome Region Tibet wird von den Tibetern als eigenständiges Land beansprucht. Viele von ihnen wünschen sich die Unabhängigkeit von China.


  • Die USA sehen Tibet als von China annektiertes Gebiet. Russland betrachtet den Tibet als zu China gehörig, Deutschland im Prinzip auch, plädiert aber für eine weitgehende Autonomie.


  • Der Dalai Lama, das im nordindischen Dharamsala im Exil lebende religiöse Oberhaupt der Tibeter, spricht sich seit einigen Jahren nicht mehr für eine Unabhängigkeit Tibets aus, wünscht aber eine größere Autonomie von China.


  • Die Exil-Tibeter, weltweit derzeit etwa 130.000, haben eine Exilregierung gebildet, die allerdings völkerrechtlich nicht anerkannt ist, obwohl sie auf demokratischen Strukturen beruht. Die Exilregierung besteht auf einer Unabhängigkeit Tibets.


  • Die Status-Frage hat im Jahr 2008, im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking, zu Massenprotesten in großen Städten Tibets geführt. Sie begannen friedlich am 10. März, wurden drei Tage lang von den chinesischen Behörden lediglich beobachtet und eskalierten am 14. März. Daraufhin wurden sie von chinesischer Armee und Polizei blutig niedergeschlagen.


  • Es gab laut chinesischer Seite etwa 20 Tote. Die tibetische Exilregierung spricht von über einhundert Toten.


  • Seitdem China sein Entwicklungsprogramm für den Westen des Landes in Angriff genommen hat, sollte es mehrfach zu Zwangsansiedlungen von Zehntausenden von Chinesen in der Autonomen Region Tibet und den auf geographisch tibetischem Gebiet liegenden Nachbarprovinzen, in denen viele Tibeter wohnen, kommen. Dies wurde zunächst verhindert. Durch die wirtschaftliche Erschließung Tibets strömten mittlerweile aber Tausende von Chinesen nach Tibet, weil sie sich hier bessere Lebensbedingungen versprechen. Die ethnischen und sozio-politischen Folgen, unter anderem Überfremdung, sind noch nicht abzuschätzen.


  • Die zunehmende Verstädterung und der enorme Zuzug von Chinesen nach Tibet bringt auch Umweltprobleme mit sich. Es gibt bisher keine Prognosen, für wie viele Menschen das Hochland aufgrund seiner begrenzten Ressourcen überhaupt Lebensgrundlage sein kann.


  • Das Department für Umwelt und Entwicklung der tibetischen Exilregierung spricht bereits davon, dass der Schaden durch Degradierung der Böden und Desertifikation der alpinen Steppen in einem Umfang fortgeschritten ist, dass dies bereits mit dem Verlust der tropischen Regenwälder gleichzusetzen sei.

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Stand: 30.08.2008
 
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