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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Nach einer langen Krise gilt China heute als aufstrebende Weltmacht, als Wirtschaftswunderland und ist damit auf dem besten Wege an die glorreiche Vergangenheit anzuknüpfen. Denn früher war das Reich der Mitte in vielerlei Hinsicht Trendsetter weltweit.


  • Ausgehend von der Hemudu-Kultur (etwa 7.000 bis circa 4.000 vor Christus), die schon den Reisanbau und die Seidenraupenzucht kannte, entwickelte sich in Fernost eine der ersten Hochkulturen der Menschheitsgeschichte.


  • Kunst, Literatur, Philosophie, aber auch Medizin und Naturwissenschaften hatten in China über Jahrtausende einen enorm hohen Stellenwert und wurden von den Kaisern auch entsprechend gefördert und protegiert.


  • Besonders berühmt war der chinesische Kulturraum für seine genialen Erfinder. Viele ihrer Geistesblitze erleichterten das Leben der Menschen ganz erheblich und eroberten deshalb von dort aus die ganze Welt.


  • So wie beispielsweise die vermutlich um 620 nach Christus entwickelte Porzellankunst, die im Laufe der Zeit eine unglaubliche Perfektion erreichte.


  • Aber auch das Papier, der Buchdruck, die Seide oder der Kompass wurden höchstwahrscheinlich im Land des Lächelns erfunden und entwickelten sich zu echten Exportschlagern „made in China“.


  • Und sogar die scheinbar typisch italienischen Spaghetti stammen vermutlich ursprünglich aus China. Wichtige Belege dafür haben Forscher im Jahr 2005 am Oberlauf des Gelben Flusses entdeckt.

  • In der Ausgrabungsstätte Lajia stießen sie auf Essensreste, die sich als die ältesten bisher bekannten Nudeln der Welt entpuppten. Die Pasta aus der Steinzeit hatte in einem Steinguttopf die letzten 4.000 Jahre überdauert.


  • In China entwickelt wurde darüberhinaus der Prototyp der modernen Erdbebenmelder. Das so genannte Seismoskop geht zurück auf den chinesischen Philosophen und Geographen Zhang Heng. Es registrierte bereits im Jahr 132 nach Christus auch weit entfernte Erdstöße präzise.


  • Ein Rätsel geblieben ist bis heute, welche Technik Zhang Heng im Inneren seines Gerätes einsetzte. Im 19. und 20. Jahrhundert haben sich viele Wissenschaftler den Kopf darüber zerbrochen und Theorien dazu aufgestellt – ohne das Geheimnis endgültig lösen zu können.

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