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Freitag, 19.03.2010
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Die Meere und ihre Bewohner haben die Menschheit schon immer fasziniert. Besonders die Tiefsee übte und übt auf viele Betrachter einen eigenartigen Reiz aus.


  • Unwirtlich und kalt ist die Welt der Meere ab einer Wassertiefe von 1.000 Metern. Kein Lichtstrahl dringt mehr in diese Regionen. Die Wassertemperatur beträgt maximal 5 ° Celsius und 100 Kilogramm Druck lasten auf jedem Quadratzentimeter Körperoberfläche der Meeresbewohner. Und mit jedem Meter nimmt der Druck weiter zu und die Wassertemperatur ab.


  • Trotzdem ist die Vielfalt der Schöpfung in diesen Tiefen erstaunlich. Selbst in mehr als 10.000 Metern Tiefe kann man noch Lebewesen finden.


  • Besonders außergewöhnlich und faszinierend in dieser Welt der Dunkelheit sind die Tiefseetiere, die über ein optisches Hilfsmittel verfügen, dass sie von vielen anderen auf der Erde abhebt: Sie leuchten. Vor allem in 800 bis 2.000 Metern Tiefe sind Arten häufig vertreten, die Biolumineszenz betreiben.


  • Das Licht wird meist von körpereigenen Zellen produziert. Nicht selten aber "importieren" die Tiefseefische auch Leuchtbakterien in ihre Zellen, die in millionenfacher Zahl die Arbeit für sie übernehmen.


  • Pottwale können bis zu 3.000 Meter tief tauchen. Sie halten damit den Rekord für Säugetiere.


  • Um die extremen Bedingungen in diesen Wassertiefen aushalten zu können, haben sie besondere Anpassungen an den Lebensraum entwickelt. So können sie beispielsweise eine für den Menschen gefährlich hohe CO2-Konzentration im Blut problemlos ertragen und ihre Lungen kollabieren bei steigendem Druck vollständig, da die Vorderseite des Brustkorbs nicht von Rippen eingeschlossen ist.


  • Viele der Geschichten über geheimnisvolle Meeresungeheuer beruhen auf Seemannsgarn und vagen Vorstellungen, einige der beschriebenen Fabelwesen gibt es jedoch auch in der Wirklichkeit. Bei näherer Untersuchung sind Tiere wie der Riemenfisch oder die Riesenkraken allerdings bei weitem nicht so gefährlich, wie früher vermutet.


  • Nicht nur die Fabelwesen der Tiefsee haben in den letzten Jahrzehnten die Wissenschaftler interessiert, auch die Suche nach neuen Rohstoffvorkommen ist in Zeiten dramatisch sinkender Vorräte immer wichtiger geworden.


  • Neben Manganknollen, Erdöl und Gashydraten hat man dabei am oder im Meeresboden mittlerweile viele seltene Mineralien und Metallen entdeckt. Die technischen Möglichkeiten heutzutage reichen meist aber noch nicht aus, um den Unterwasserbergbau wirtschaftlich rentabel zu machen.

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