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Sonntag, 21.09.2014
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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Im September 1991 entdeckten Bergwanderer am Hauslabjoch in den Ötztaler Alpen die gut erhaltene Mumie eines Mannes im Eis. Schnell wurde klar, dass es sich dabei nicht um einen verunglückten Bergsteiger, sondern um eine 5.300 Jahre alte Leiche aus der Steinzeit handelte.


  • Bei weiteren Nachforschungen am Fundort stießen Wissenschaftler unter anderem auf Kleidungsreste – vor allem aus Fell und Leder – sowie auf Pfeil und Bogen und ein wertvolles Kupferbeil.


  • Ötzi, wie die Presse die Eismumie taufte, wurde anschließend am Institut für Anatomie der Universität Innsbruck nicht nur eingehend untersucht und beschrieben, sondern auch konserviert.


  • Mittlerweile haben Wissenschaftler einiges über Ötzi herausgefunden. So war der Mann bei seinem Tod 47 Jahre alt und damit ein Methusalem seiner Zeit. Er stammte vermutlich aus dem Eisacktal in Südtirol.


  • Woran Ötzi starb, war lange Zeit Gegenstand von Spekulationen. Vieles deutet heute darauf hin, dass er Opfer eines vorsätzlichen Mordes wurde. Nach einem neu entwickelten Szenario erlag er dabei den Folgen eines Pfeilschusses - einer tödlichen Arterienverletzung - und eines Schädel-Hirn-Traumas.


  • Seit 1998 befindet sich die Eismumie im Südtiroler Archäologie-Museum in Bozen. Dort wird Ötzi seitdem mithilfe von eigens dafür entwickelten neuen Kühltechniken der staunenden Öffentlichkeit präsentiert.


  • Im Juli 2006 sorgte erneut eine Eismumie für großes Aufsehen. Ein internationales Wissenschaftlerteam um Professor Hermann Parzinger entdeckte im Altaigebirge die gut erhaltenen Überreste eines blonden Kriegers aus dem legendären Reitervolk der Skythen.


  • Der Mann war jung, zwischen 30 und 40 Jahre alt, blond und gehörte vermutlich der Oberschicht an. Die „Detektivarbeit“ der Wissenschaftler ergab zudem, dass der Fund vom Beginn des 3. Jahrhunderts vor Christus stammte.


  • Seit Mitte Dezember 2006 werden die sterblichen Überreste des Skythenkriegers nun in Deutschland medizinisch untersucht. Ziel ist es unter anderem, den Gesundheitszustand des Mannes zu rekonstruieren, Hinweise auf seine Lebensgewohnheiten zu erlangen und die Todesursache festzustellen.


  • Die Forscher wollen aber auch biografische Fakten des „Fürsten aus dem Eis“ aufdecken und neue Erkenntnisse über Ernährung und Krankheiten vor rund 2.500 Jahren gewinnen. Erste Ergebnisse werden frühestens im Jahr 2008 erwartet.
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Stand 30.11.2007