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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Ozeane beeinflussen das weltweite Klimageschehen, in dem sie gigantische Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) aufnehmen. Die Meere gelten als wichtige Kohlenstoffsenke.


  • Forscher gehen davon aus, dass rund ein Viertel des CO2, das der Mensch seit Beginn der Industrialisierung weltweit freigesetzt hat, von den Weltmeeren absorbiert wurde.


  • Unklar ist bisher aber weitgehend, welchen Einfluss die Lebewesen in den Weltmeeren auf den Kohlendioxid-Haushalt ausüben.


  • Prinzipiell besteht ein sensibles Gleichgewicht zwischen atmosphärischem und in Meerwasser gelöstem Kohlendioxid. Die wichtigsten physikalischen Faktoren, die die Aufnahme von Kohlendioxid im Wasser bestimmen, sind dessen Temperatur und Strömungsverhalten.


  • Mikroorganismen wirken im Meer wie eine Art biologische Pumpe. Diese verfrachtet einen großen Teil des aufgenommenen Kohlendioxids als organische Kohlenstoffverbindungen in die Tiefe.


  • Ohne diese biologische Pumpe läge die CO2-Konzentration der Atmosphäre nach Berechnungen von Max-Planck-Forschern heute bei rund 580 statt 380 ppm (parts per million).


  • Doch wie wird sich die Aufnahmekapazität der Ozeane für Kohlendioxid verändern, wenn dessen Konzentration in der Atmosphäre weiter steigt? Auf diese Frage haben Wissenschaftler bisher keine Antwort parat.


  • Sie vermuten aber, dass die steigenden CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre und die globale Erwärmung dazu führen könnten, dass die Ozeane in Zukunft weniger zusätzliches CO2 aufnehmen.


  • Quantitativ können sie diese Effekte bisher aber nur schwer abschätzen, weil sie nicht wissen, wie sich die veränderten physiko-chemischen Bedingungen auf die im Meer lebenden Mikroorganismen auswirken.


  • Welche Mengen Kohlenstoff unter verschiedenen Bedingungen in den Meeren gespeichert werden, soll künftig das Dynamic Green Ocean Model (DGOM) berechnen – ein Modell, das neben den chemischen und physikalischen Zusammenhängen erstmals auch den Einfluss mariner Mikroorganismen detailliert und maßgebend berücksichtigt.

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