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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Obwohl technisch perfekte Filme mit Animationen von Dinosauriern wie „Jurassic Park“ oder „Dinosaurier – Im Reich der Giganten“ das Gegenteil suggerieren, sind viele Rätsel um die zum Teil gigantischen Urzeittiere bis heute nicht gelöst.


  • Doch seit einiger Zeit gelingt es Wissenschaftlern mithilfe von Fossilienfunden, aber auch anhand von Computersimulationen endlich, mehr über die geheimnisvollen Lebewesen der Jura- und Kreidezeit und ihre Lebenswelt in Erfahrung zu bringen.


  • So konnten britische Forscher beispielsweise zeigen, dass der häufig als „lahme Ente“ verschriene Tyrannosaurus rex vermutlich viel schneller laufen konnte als bisher gedacht. Mit einer Geschwindigkeit von 28 Kilometern pro Stunde, hätte er selbst austrainierte moderne Athleten wie Fußballer oder Leichtathleten hinter sich gelassen.


  • Andere, kleinere Raubechsen wie Compsognathus oder Velociraptor stellten den T.rex aber vermutlich noch deutlich in den Schatten. Wie Modellrechnungen ergaben, hätten diese selbst das heute schnellste Tier auf zwei Beinen, den Strauß, locker überholt - und der erreicht immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 60 Kilometer pro Stunde


  • Widerlegt wurde vor kurzem auch die so genannte Magenmühlentheorie. Danach verschluckten Riesendinosaurier wie Supersaurus, Seismosaurus und Cedarosaurus Steine, die dann angeblich bei der Zerkleinerung der Pflanzennahrung halfen.


  • Die deutschen Wissenschaftler haben Indizien daür gefunden, dass die Steine nur versehentlich mitgefressen oder zur Verbesserung der Mineralstoffaufnahme absichtlich verschluckt worden sind.


  • Bei der Zerkleinerung und Erschließung der Pflanzennahrung dagegen kamen nach Ansicht der Paläontologen andere Helfer (unter anderem Bakterien) und Methoden zum Einsatz.


  • Noch in vollem Gange ist dagegen das europäische Großprojekt "Biologie der Dinosaurier - Evolution des Gigantismus". Die Forscher wollen darin herausfinden, weshalb Echsen wie Titanosaurus oder Diplodocus so groß wurden und warum sich dieser Riesenwuchs zu einem Erfolgsrezept der Evolution entwickelte.


  • Erste Ergebnisse belegen, dass beispielsweise bei der Ernährung erhebliche ökologische Unterschiede innerhalb dieser so genannten Sauropoden existierten. Es gab Arten, die ihre Nahrung eher in Bodennähe fanden, wie etwa Diplodocus, während andere Tiere, wie Brachiosaurus, die Nahrung aus größeren Höhen abweideten.

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