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Mittwoch, 19.09.2018
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Überblick

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Entdeckung der Gamma Ray Bursts war purer Zufall: 1969 registrierte einer der Aufklärungssatelliten, die Gammastrahlung aus oberirdischen Atombombenversuchen nachweisen sollten, einen Gammablitz, der nicht von der Erde sondern aus dem All kam.


  • 1997 gelang es erstmals, im Bereich des sichtbaren Lichts das Nachleuchten von zwei Gamma Ray Bursts zu beobachten. Eine Spektralanalyse zeigte dann, dass diese Himmelskörper in Milliarden von Lichtjahren entfernten Galaxien steckten. Damit handelt es sich um die heftigsten Explosionen im Universum – nur der Urknall war gewaltiger.


  • Zunächst glaubte man, dass alle Gammastrahlenblitze auf eine Supernova eines sehr massereichen, schnell rotierenden Sterns zurückgehen: Er explodiert, kollabiert zu einem Schwarzen Loch und sendet dabei Scheinwerfer-artig Gammastrahlen aus.

  • Doch vor zwei Jahren stellten die Astronomen fest, dass es offenbar zwei Arten von Bursts gibt: lange und kurze. Seltsamerweise ereigneten sich die kurzen Bursts in elliptischen Galaxien - Sternsystemen, in denen es so gut wie nie Supernovae gibt. Die hier stattfindenden Bursts musste demnach eine andere Ursache haben.


  • Noch ist die Faktenlage bei den kurzen Gamma Ray Bursts sehr dürftig. Als wahrscheinlichste Erklärung gelten bisher zwei Neutronensterne, die miteinander verschmelzen und zu einem Schwarzen Loch zusammenbrechen. Alternativ könnte auch eine gemischte Reaktion von einem Neutronenstern und einen Schwarzen Loch in Frage kommen.


  • Bei den kosmischen Explosionen werden nicht nur Gammastrahlen, sondern auch Neutrinos, die schwer nachzuweisenden „Geisterteilchen“ des Kosmos freigesetzt. Neue Anlagen sind im Bau, mit denen man hofft, zukünftig auch Neutrinos von Gamma Ray Bursts nachzuweisen.


  • Großes Interesse an dem Studium von Gamma Ray Bursts haben aber auch die Gravitationswellenforscher. Denn verschmelzende Neutronensterne und Schwarze Löcher gehören zu den stärksten Quellen von Gravitationswellen und damit zu den Top-Kandidaten für den Nachweis dieses bisher nur theoretisch postulierten Phänomens.


  • Computermodelle, mit denen Astrophysiker diese komplexen Ereignisse versuchen nachzuvollziehen, stoßen zurzeit noch an ihre Grenzen. Bislang stürzten die Berechnungen regelmäßig bereits nach einem Umlauf der Körper ab oder lieferten unsinnige Ergebnisse. Doch die Technik holt auf und die Wissenschaftler sind zuversichtlich, bald noch genauere Simulationen durchführen zu können.

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Stand: 02.11.2007
 
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