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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Der erste offizielle „Polartag“ des internationalen Polarjahres ist dem Meereis gewidmet. Am 21. September 2007 steht dieses im Mittelpunkt nicht nur von zahlreichen Forschungsprojekten, sondern auch von vielen öffentlichkeitswirksamen Aktionen weltweit. Mehr als 30 internationale wissenschaftliche Vorhaben beschäftigen sich zurzeit mit dem Thema Meereis.


  • Das Polarjahr 2007/08 fällt in eine Zeit, in der der Klimawandel und seine möglichen Auswirkungen im Mittelpunkt des globalen Interesses stehen. Das Meereis wiederum spielt eine bedeutende Rolle für das Klima. So reflektiert die Eisschicht etwa fünfmal mehr Sonnenstrahlung als Wasser. Auf diese Weise werden ungefähr 80 Prozent der einfallenden Sonnenstrahlung zurück ins All geworfen.


  • Wenn die Eisdecke über weiten Teilen der Polarmeere fehlt, absorbiert das offen liegende Meerwasser einen Großteil der solaren Strahlungsenergie statt sie zu reflektieren. Als Folge erwärmt sich der Ozean und auch die Atmosphäre. Das wiederum lässt noch mehr Eis schmelzen – ein fataler Teufelskreis beginnt.


  • Doch das Meereis ist nicht nur ein wichtiger Klimafaktor, es stellt auch einen wertvollen Lebensraum dar: Im Meereis leben vor allem einzellige Organismen, winzige Algen, Würmer und Krebschen. Sie bilden die Basis der marinen Nahrungskette und ernähren letztlich sogar die Riesen unter den Meeresbewohnern wie den Blauwal.


  • An Bord des Forschungsschiffes Polarstern sind zurzeit 50 Wissenschaftler unterwegs, um die Meeresgebiete in der zentralen Arktis zu untersuchen. Dazu gehören auch Meereisbiologen des Instituts für Polarökologie der Universität Kiel. Sie untersuchen die Tiere und Pflanzen, die im und unter dem Eis leben. Sie nutzen damit die Chance, dieses vom Untergang bedrohte Ökosystem zu erforschen.


  • Ende August 2007 startete ein besonders außergewöhnliches Projekt des internationalen Polarjahrs, das vor allem der Erforschung des Meereises dient. 36 Wissenschaftler an Bord der russischen Nordpol Driftstation NP-35 werden acht Monate ohne Schiffsantrieb und ohne Route durch das arktische Meer driften und dabei Messungen durchführen.

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