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Montag, 21.05.2012
Ein Christus über Rio
Nicht die größte, wohl aber die bekannteste ihrer Art

Standort: auf dem Gipfel des Corcovado, über der Stadt Rio de Janeiro
Erbauer: Entwurf durch den brasilianischen Bauingenieur Heitor Silva Costa, Ausführung durch den französische Bildhauer Paul Landowski.
Fertigstellung: 12. Oktober 1931, zehn Jahr später als geplant
Charakteristiken: Die Statue ist 30 Meter hoch, die Spannbreite der ausgestreckten Arme beträgt 28 Meter. Im acht Meter hohen Sockel befindet sich eine Kapelle für 150 Menschen. Die 1.145 Tonnen schwere Skulptur besteht aus Stahlbeton, der mit Speckstein ummantelt ist.
Zweck: Ursprünglich zur Feier der hundertjährigen Unabhängigkeit Brasiliens geplant, dann durch Bauverzögerungen aber erst zehn Jahr danach fertig gestellt. 2006 wurde die Statue zum katholischen Wallfahrtsort geweiht.

Monumento Cristo Redentor 
Monumento Cristo Redentor
© GFDL  Monumento Cristo Redentor
Die Christus-Statue auf dem Gipfel des Berges Corcovado gilt neben dem Zuckerhut und der Copacabana als eines der Wahrzeichen von Rio de Janeiro. Ob das die Statue allerdings gleich zu einem Weltwunder macht? Immerhin ist sie nicht einmal die größte ihrer Art. Die steht in der peruanischen Stadt Cochabamba, sieht der Statue von Rio zum Verwechseln ähnlich, ist aber acht Meter höher. Doch ungeachtet dieser Formalkriterien hat sich die Mehrheit der an der Abstimmung Beteiligten dafür entschieden, die Christus-Statue in die „glorreichen Sieben“ mit aufzunehmen.

 Segnet Rio de Janeiro: die Christus-Statue
Segnet Rio de Janeiro: die Christus-Statue
© GFDL
Erbaut werden sollte das Monumento Cristo Redentor ursprünglich aus Anlass der hundertjährigen Unabhängigkeit Brasiliens. Doch als der brasilianische Bauingenieur Heitor Silva Costa seine Pläne fertig hatte, fehlte Geld für den Bau. Erst 1931, zehn Jahre später als geplant, konnte dank Finanzhilfen vom Vatikan, Frankreich und der Erzdiözese Rio de Janeiros, die Figur errichtet werden. Am 12. Oktober 1931 war die feierliche Einweihung des hoch über der Stadt thronenden Christus mit seinen segnend ausgebreiteten Händen.

Zum UNESCO-Weltkulturerbe hat es die Statue bisher nicht gebracht, wohl aber zum katholischen Wallfahrtsort: 2006 wurde die aus Stahlbeton und Speckstein bestehende Figur offiziell dazu geweiht. Platz für die Pilger gab es von Anfang an, denn im Sockel der Statue gibt es eine Kapelle, die immerhin 150 Menschen Platz bietet.

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