Scinexx-LogoSpringer-Verlag, Heidelberg
Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Für nahezu alle bekannten Teilchen lässt sich eine spezifische Masse ausmachen; die schwersten subatomaren Teilchen sind das Top-Quark und die Austauschteilchen der schwachen Kernkraft, die etwa der Masse beziehungsweise der halben Masse eines Goldatoms entsprechen.


  • Schon in den 1960er Jahren stellte der schottische Forscher Peter Higgs eine Theorie auf, was Masse ist und wie sie entsteht. Kern seiner Theorie sind die subatomaren Higgs-Teilchen.


  • Der Higgs-Mechanismus erlaubt es, den elementaren Bausteinen der Materie (Elektronen und Quarks) und den Kraftteilchen eine effektive Masse zu geben, und trotzdem die Standardtheorie der Teilchenphysik selbstkonsistent zu bewahren.


  • Doch auch wenn das Higgs-Teilchen die Standardtheorie stärkt, so verlangt sie in letzter Konsequenz ein weiteres Teilchen: das Higgs-Boson. Dieses Elementarteilchen tritt als energetische Anregung des Higgs-Teilchens auf.


  • Teilchenphysiker aus aller Welt sind überzeugt, dass es das Higgs-Teilchen geben muss. Doch bislang sind alle Experimente zur Ortung fehlgeschlagen.


  • Das Problem: das Higgs-Teilchen ist als solches nicht zu fassen. Denn im Moment seiner Entstehung zerfällt es auch schon wieder in so genannte „Sekundärteilchen“. Nur über diese kann das Higgs-Teilchen indirekt auch identifiziert werden.


  • Um der Phantom-Teilchen habhaft zu werden, wurde das ATLAS-Experiment am Teilchenbeschleuniger LCH am CERN entwickelt. Bereits seit Beginn der 1990er Jahre arbeiten dort hunderte Wissenschaftler an dem Nachweis der Higgs-Teilchen.


  • In den großen Experimenten am LHC werden sich zukünftig 40 Millionen mal pro Sekunde zwei Pakete aus jeweils 100 Milliarden Protonen durchkreuzen. Erfüllt der Beschleuniger diese Anforderungen, so wird etwa einmal pro Minute ein nachweisbares Higgs-Teilchen erzeugt.


  • Mithilfe eines ausgeklügelten Filtersystems sollen aus den rund eine Milliarde Kollisionen pro Sekunde die Higgs-Ereignisse ausfindig gemacht werden.


  • Zum Jahreswechsel 2007/2008 wird der Teilchenbeschleuniger in CERN in Betrieb gehen und leistungsstärker sein als alle Vorgängermodelle. Mit ihm soll nun endlich die Ortung des Higgs-Partikels gelingen – und die Jagd nach 40 Jahren endlich ein gutes Ende nehmen.

zurück   | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |    weiter
Artikel drucken   Dossier komplett anzeigen
Suche
Erweiterte Suche
Diaschauen zum Thema
Zoom aufs Atom
Nanotechnologie
Kernfusion
Facts
Überblick
Das Wichtigste in Kürze
Artikel zum Thema
Das Mysterium der Masse
Die Suche nach dem Higgs-Teilchen
Materie ohne Masse?
Das Problem mit den Elementarteilchen
Higgs für Dummies
Über die Zähflüssigkeit des Äthers und den Reibungskoeffizenten
Exkurs: Von Quarks und Higgs-Bosonen
Das Standardmodell in der ‚Nussschale’
Wo ist das ‚Teilchen Gottes’?
Suche nach dem Higgs-Boson mit ATLAS am LHC
Forscher auf Phantom-Safari
Mit Zuversicht auf der Jagd nach den Higgs-Teilchen
Spreu vom Weizen trennen
Vom Problem, die richtige Kollision ausfindig zu machen
Simulation und Wirklichkeit
Vorfreude auf physikalisches Neuland
Higgs entdeckt – was nun?
Zukünftige Rätsel der Teilchenphysik
„Nadel im Heuhaufen der ATLAS-Daten“
Markus Schumacher im Interview
Top-Diaschauen
Überleben im Winter
2012 und die Maya
Die großen Massenaussterben
Quallen
Riesenschlangen
Aktuelle Dossiers
Klima-Hotspot Moorböden
Wie Forscher den Treibhausgas-Emissionen von Mooren auf die Spur kommen
Schwelbrände im Gewebe
Chronische Entzündungen und ihre Ursachen
Röntgenblick in die Geheimnisse der Mumien
Neue bildgebende Verfahren helfen bei der Erforschung menschlicher Relikte
Auf Kante
Warten auf „The Big One“
Auch Pflanzen besitzen Stammzellen
Unerschöpflich kreativ
Energie-Produzent Gebäude
Wie Häuser zu Kraftwerken werden
Bermudas Unterwelt
Expedition zu den unterirdischen Salzwasserhöhlen einer Tropeninsel
Alte Seuchen in neuem Licht
Forscher untersuchen Resistenz gegen Pest und Cholera
Mehr Licht im Dunkel der Mars-Trabanten
Mit Mars Express und Phobos Grunt bei den „Söhnen“ des Kriegsgotts
Mikrobielle Mitbewohner auf Weltreise
Bakterien in Magen und Speichel helfen beim Erforschen menschlicher Wanderungen