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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Das Pantanal, das größte Süßwasser-Feuchtgebiet der Erde, liegt inmitten des südamerikanischen Kontinents im Dreiländereck Brasilien, Paraguay und Bolivien.


  • Es bedeckt eine Fläche von rund 230.000 Quadratkilometern und ist damit größer als Griechenland und Irland zusammengenommen.


  • Typisch für das Pantanal ist der rhythmische Wechsel zwischen Trocken- und Überflutungsphasen. In der Regenzeit sind rund Zweidrittel der Gesamtfläche zum Teil mehrere Meter hoch mit Wasser bedeckt.


  • In den vielen verschiedenen Lebensräumen des Pantanals – Dschungel, Steppe, Sümpfe, Lagunen, Flüsse, Graslandschaften oder Wälder hat sich eine exotische Tier- und Pflanzenwelt angesiedelt, die perfekt an den Wechsel zwischen nass und trocken angepasst ist.


  • Darunter sind auch viele seltene oder bedrohte Arten, wie der Jaguar, der kobaltblaue Hyzinth-Ara, Ameisenbär und Gürteltier oder verschiedene auffällige Schmetterlingsarten.


  • Doch das tropische Paradies Pantanal ist längst nicht mehr so unberührt, wie es auf den ersten Blick scheint. Abholzung der Wälder, Monokulturen wie Soja oder Zuckerrohr, intensive Viehwirtschaft und ein gigantisches Wasserstraßenprojekt bedrohen heute des einzigartige Naturareal.


  • Um auf die immensen Gefahren hinzuweisen, die sich durch die vielen Umweltprobleme für das Pantanal ergeben, haben der Global Nature Fund (GNF) und die brasilianische Umweltorganisation Ecotropica das Feuchtgebiet zum „Bedrohten See des Jahres 2007“ ernannt.


  • Ohne einen ganzheitlichen Ansatz zur Pflege und Bewirtschaftung dieses Gebietes, wird einer der größten ökologischen Schätze unseres Planeten jedoch schon bald durch menschliche Eingriffe für immer verändert werden.


  • Wissenschaftler und Umweltschützer fürchten beispielsweise, dass die natürliche Vegetation im Pantanal bis zum Jahr 2050 vollständig ausgelöscht sein könnte - wenn die Entwicklung so weiter geht wie bisher.


  • Doch bisher gibt es keinen Konsens über das weitere Vorgehen auf politischer Ebene, geschweige denn einen konkreten Fahrplan zur Rettung des Pantanals und seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt.

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