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Freitag, 10.02.2012
Überblick
Das Wichtigste in Kürze

  • Die Geschichte der Sturmflutkatastrophen ist so alt und so lang wie die Geschichte der Menschheit. Hunderttausende von Toten und/oder Sachschäden in Milliardenhöhe: Immer wieder haben solche Extremereignisse in den Küsternregionen eine Spur der Verwüstung hinterlassen.


  • Sturmfluten versetzen jedoch nicht nur die Küstenbewohner in Angst und Schrecken, oft hinterlassen sie sogar bleibende Spuren an den betroffenen Küsten. Die Wucht der Wellen und Wassermassen trägt Strände ab, zerschlägt Dünen oder Steinklippen und verändert dadurch die Form der Küstenlinie.


  • Die wichtigste Ursache für eine Sturmflut ist der Wind. Wenn er stark genug ist, und aus der "richtigen" Richtung weht, kann er riesige Wassermassen auf das Festland oder die Inseln zutreiben. Gezeiten, Fern- und Oberflächenwellen und Luftdruckänderungen über dem Meer können das Ausmaß der Sturmflut erheblich steigern.


  • Deiche, Sperrwerke, Schutzdünen, Buhnen und Wellenbrecher: Heutzutage gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um die Küstenbewohner und das Hinterland vor Überschwemmungen und anderen Folgen von Sturmfluten zu bewahren. Je nach Situation vor Ort setzen Küstenschützer diese Maßnahmen kombiniert ein, um einen optimalen Schutz gegen das tobende Meer zu erreichen.


  • Der Schutz von Mensch und Natur vor Sturmfluten durch Deiche ist in Deutschland ein notwendiger, aber extrem teurer "Luxus". Von 1962 bis zum Jahr 2000 haben Bund und Länder in Deutschland viele Milliarden Euro für die Erneuerung und Verbesserung des Deichsystems und anderer Maßnahmen ausgegeben.


  • In den letzten Jahren haben Wissenschaftler überall auf der Welt zudem immer mehr Sturmfluten registriert. Und durch die sich abzeichnende Klimaänderung steigt in Zukunft das Risiko für starke Stürme und damit auch für Sturmfluten noch weiter an.


  • Sollte es in den nächsten 100 Jahren zudem wirklich zu dem vorhergesagten Meeressspiegelanstieg von einem halben Meter kommen, wären in Deutschland noch einmal Investitionen in Milliardenhöhe nötig, um die Menschen vor den drohenden Wassermassen zu schützen.

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