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| Überblick |
| Das Wichtigste in Kürze |
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- Düne ist die Bezeichnung für eine äolische, also durch Wind geschaffene Akkumulationsform. Wind nimmt lockere Partikel auf, je nach Windstärke von unterschiedlicher Größe. Wenn die Tragkraft des Windes gesättigt ist, lagert sich das Material meist an kleinen Hindernissen ab und bildet so den Ursprungskern einer Düne.
- Voraussetzung für die Entstehung einer Düne ist das Vorhandensein von ausreichend feinem Lockermaterial und das Fehlen einer Vegetationsdecke.
- Weil diese Bedingungen meist in ariden, trockenen Klimaten zutreffen, sind die meisten Dünen auch dort zu finden. Dünen sind typisch für Wüsten und Halbwüsten, treten aber als Binnen- oder Küstendünen auch in humiden Klimaten und als Schneedünen in Kältewüsten auf.
- Auch auf dem Mars herrschen entsprechend günstige Bedingungen. Einzelne Dünen und ganze Dünenfelder sind auf seiner Oberfläche gut zu erkennen.
- Dünen können, je nach Typ und Form, mehrere hundert Meter lang, breit und hoch werden. Es gibt jedoch eine Kleinform, die auf ähnlichen Entstehungsprinzipien beruht – Rippeln. Diese Muster können sowohl durch Wind auf der Oberfläche von Dünen, als auch in flachem Wasser entstehen.
- Die genauen Zusammenhänge, warum es durch Wind und Wasser zur gleichen Form kommt, und welche Mechanismen bei der Ausbildung der Rippeln wirken, ist noch nicht ausreichend geklärt.
- Wenn sich Dünen bewegen und wandern, geschieht dies deshalb weil jedes einzelne Sandkorn vom Wind weitergetragen wird. Dabei können sich die Körner auf drei verschiedene Arten fortbewegen, je nachdem, wie groß sie sind.
- Große Sandkörner mit über 0,4 Millimeter Durchmesser bewegen sich kriechend fort, durch Reptation.
- Bei der Saltation wirbelt der Wind kleine Körner ein kurzes Stück durch die Luft. Wenn sie aufprallen ist ihr Schwung so groß, dass sie andere Körner wie beim Billard anstoßen und ganze Kaskaden von weiteren Sandkörnern in Bewegung setzen. Ab einer Windgeschwindigkeit von 18 km/h bildet sich ein fünf bis 20 Zentimeter hoher Sandschleier über der Düne. Sie löst sich an ihrer Oberfläche also geradezu auf und bewegt sich so vorwärts.
- Winzig kleine Sandpartikel mit einem Durchmesser kleiner als ein menschliches Haar werden vom Wind über mehrere Tausend Kilometer durch die Atmosphäre transportiert. Das nennt man Suspension
- Fossile Dünen, die in Europa beispielsweise nach der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren noch unter kaltzeitlichen Bedingungen entstanden sind, können aufgrund der Schichtung, die im Kern der Düne erhalten blieb zur Rekonstruktion von Paläowinden und manchmal selbst zur Datierung genutzt werden.
- Die Schichtung von Dünen kann sogar in Gestein identifiziert werden. Wurden Dünen beispielsweise von einem Meer überspült und kam es im Laufe von Jahrmillionen zur Diagenese des Dünensandes, zur Gesteinsbildung unter hohem Druck und hoher Temperatur, kann sich aus Dünen Sandstein bilden
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Stand 24.11.2006 |
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